W460 // letztes Update: 01.06.2015  // Bisheriger Verbrauch: Spritmonitor.de


Story: Mein "neuer" Gebrauchter:

300 GD kurz (03/1980), Süd-Ost-Franzose (aus den französischen Alpen), 122.000 km


Hier noch in überlackiertem classicweiss / cremeweiss - er wird wieder original weizengelb (1)681:


Sehr ordentlicher Innenraum nach 30 Jahren - alles original. Das grausige Lorinser-Lenkrad fliegt natürlich als
eine der ersten Maßnahmen raus ...


Das nenne ich "Gute Substanz" nach 30 Jahren :-)

Es gibt aber natürlich nicht nur Licht, sondern auch Schatten ...:


Die typischste Moderstelle des 460er - Abschlußbleche hinten. Die Spachtelmasse muss samt Blechen weg,
die Bleche neu rein.


Zweite sehr typische 460er-Stelle: Blech vor Kotflügeln hinten


Auch nicht schön: Die Fensterkanten.


Blick in den Motorraum - hier sieht's gut und original aus - hier auch die Originalfarbe "weizengelb" (wohl auch
"manilabeige" genannt) schön zu erkennen.


Durchgehende Sitzbank hinten in sehr ordentlichem Zustand.


Hier auch nochmals gut zu erkennen: Der Originalfarbton (Aufnahmen Sitzbank hinten)


Auch hier Befall durch die braune Pest - muss auch weg und lackiert werden.


Ein originales Becker Europa Cassette Kurier aus 1980 ist bereits besorgt und funktioniert prächtig :-)


Momentaner Zeitplan:

ab KW 21/2010: Bleche schweißen, danach Lackieren bei MB in Originalfarbton.

27.05.2010: Fahrzeug wird zu Zeit bearbeitet. Beide Bleche zu den Radläufen hinten sowie beide Enden hinten müssen komplett ersetzt werden.


11.06.2010: Nach genauerer Analyse macht es dann doch Sinn, einige der vorhandenen Bleche komplett zu ersetzen. Hinten fast komplett, seitlich sowie die Türen müssen neu (bzw. gebraucht) rein. Der Restaurator meines Vertrauens meint, dass der französische Vorbesitzer vermutlich Stuckateurmeister gewesen war, wenn man sich die diversen Schichten an Metallspachtel und sonstiger Schmiere so betrachtet ...

31.07.2010: Es sind doch mehr Stellen durch als gehofft - wie sollte es auch anders sein ...


31.07.2010: Aufgrund der Tatsache, dass die Karosse an diversen Stellen nicht mehr erhaltenswert ist, kommt
als Teileträger ein Feuerwehr-230 G aus 1980 zum "Einsatz". Der ist innen am Ende, technischer Zustand
unbekannt (stand 7 Jahre herum), aber die Karosse ist deutlich besser als die des 300ers:


Einsatzgebiete des kurzen 230ers: zuerst 15 Jahre Duisburg, dann 8 Jahre im Saarland.

08/2010: Ein Ex-207 D (1980) umgebaut auf Wohnmobil OM617 (mit 15.000 km - Antrieb) steht zur Verfügung und
wird als weiterer Teileträger gekauft. Die Chance, einen fast neuen Motor in den G zu bekommen, kann man nicht
verstreichen lassen.

10.08.2010: Der Versuch das Wohnmobil per Hänger aus dem Allgäu zu holen, scheitert.

15.08.2010: Der 30 Jahre alte 207 D fährt auf eigener Achse aus dem Allgäu nach SB:

16.08.2010: Mercedes schickt nach Kampf seit Anfang Juni (Danke an Herrn Fritz von CS!) die lang ersehnte Kopie
der Original-Datenkarte, und will erstaunliche EUR 170.- zzgl. 19% MWSt. dafür haben. Nach klärendem Gespräch
und Einblick in die Dokumente stellt sich heraus, dass keine Datenkarte versandt wurde, sondern eine "Hersteller-Bescheinigung",
die in etwa den heutigen COC-Papieren entspricht. Da ich noch nicht weiß, ob ich so etwas brauche für die Zulassung,
und es auch nicht bestellt habe, bleibt die Bescheinigung bei MB, bis ich mich entschieden habe. Eine ausführlichere
Version der Datenkarte aus dem EPC gab es kostenlos obendrauf. Danke an Herrn Bartsch von Mercedes-Benz Klotz in Fellbach!


Findling aus dem 230G (jetzt Teileträger für meinen 300er)

21.08.2010: Schlachtfest 207 D, Ausbau OM617:

Der 230er sieht sein Ende auch langsam näher rücken ...

02.10.2010: Die Karosserie des 230G ist abgehoben, wird nun geschweißt und für die Lackierung vorbereitet:


(C) JG


(C) JG


(C) JG


(C) JG

20.10.2010: Hersteller-Bescheinigung bei MB abgeholt.

11.12.2010: Aktueller Stand:

03.01.2011: Feuerwehr-Karosse ist nun beim Sandstrahlen - ging vorher nicht aufgrund der Wetter-Verhältnisse.
19.01.2011: Feuerwehr-Karosse kommt zurück vom Sandstrahlen - im Ergebnis besser als befürchtet.

22.01.2011: Zustand nach Sandstrahlen und Beginn der Blecharbeiten:


Die Karosserie wurde absichtlich nicht komplett gesandstrahlt, um keinen Hitzeverzug und Wellen zu riskieren.


Im Bereich der hinteren Seitenbleche gibt es einiges zu rekonstruieren.


MB verkauft die hinteren Seitenteile nur komplett, es gibt den Unterbau also nicht einzeln. Selbst rekonstruieren
ist ebenfalls quasi unmöglich, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen möchte. Also bleibt nur, die teurer Komplett-
Wände statt der Außenhaut zu erwerben (kosten ungefähr das 3-fache der Außenhaut ...)


Vermodertes Abschlußblech: wird mittig ersetzt.


Rekonstruktion des Radlauf-Abschlusses hinten links


Original(!)-MB-Abschluß hinten links (rechts auch ...) um circa 5mm pass-ungenau.

05.02.2011: Weiter geht's ...


Original-MB-Blech passend gemacht.


Blick auf das große Ganze ...

Stand 13.03.2011:


Linke Seite weitgehend fertig. Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt.


Kante hinten links eingepasst.


Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt


Weiter geht's auf der rechten Seite.


Rekonstruktion des Unterbaus rechts - die Originalbleche sind MB-seits nicht mehr lieferbar, genauso wie
manches Schwellerteil.

Stand 09.04.2011:


Rekonstruktion linke Seite fertig und Rostschutz-grundiert.


Schweller rechts vorne fertig und Rostschutz-grundiert.


nochmals Ecke vorne rechts


Detail Radlauf / Schweller


Letzte Nacharbeiten hintere rechte Ecke


Hintere rechte Ecke fertig und Rostschutz-grundiert.


Stand aus 04/2011 und vom 17.04.2011:


04/2011: Dichtmasse an allen wichtigen Stellen. Rekonstruktion der hintern Abschlussbleche mit einigen
Verbesserungen, damit hier zukünftig nichts mehr modern kann.


17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine: Grundierung am Unterboden


17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine: Endgültiger Farbton weizengelb (fast farbgleich wie die Grundierung).
Den Rest der Konservierung wird dann FluidFilm erledigen.

17.-20.04.2011: Ich habe Zweifel am 100% passenden Farbton, der am Unterboden lackiert wurde. Er geht mir zu
deutlich in Richtung cremeweiss / hellelfenbein / saharabeige. Der zu meinem Fahrzeug passende Farbton
weizengelb geht mehr in Richtung rot / braun. Zum Vergleich werden von zwei unabhängigen Lieferanten (MB
und Drittanbieter) zwei Lackstifte geordert, um einen Farbvergleich durchführen zu können). Die unten gezeigten
Original-Farbtabellen aus 1981 weichen allerdings vom Original-Lack des 300ers auch erheblich ab (vermutlich
wegen Verfälschungen durch das Druck-Verfahren):



21.04.2011: Die (fast) passende Bedienungsanleitung zum 300er hat mein Vater aufgetrieben. Es handelt sich
um die Ausgabe F, die zusätzlich Ausstattungsmerkmale behandelt, die es 1980 noch nicht gab.



21.05.2011: Innenkotflügel vorne einbaufertig lackiert in weizengelb. Der Farbton passt 1:1 zum Original,
entgegen der Befürchtungen aus April.


21.05.2011: Blick auf die Karosserie (innen bereits auslackiert), weitere Bearbeitung außen beim Lackierer.
Im Vordergrund sind originale 460er-Sonderschutzfelgen zu sehen (nicht meine). Nur noch in homöopathischen
Mengen bei Mercedes zu bekommen, und das ganze auch zu passenden Apothekenpreisen:
Stückpreis EUR 2.089.- netto. Schnäppchen.



02.07.2011: Ausbau des OM617 mit unbekannter Laufleistung aus dem 300er.


02.07.2011: Rechts der alte OM617, links das Austausch-Aggregat.


02.07.2011: Die Karosserie-Arbeiten schreiten voran.


Karosserie- und Lackier-Arbeiten Stand 11.07.2011:



23.07.2011: Karosserie fertig lackiert.


23.07.2011: AT-Motor und AT-Karosserie fertig montiert und wieder eingebaut.


23.07.2011: Die hinteren Karosserie-Aufnahmen (und noch mehr) am Rahmen müssen ersetzt werden. Teilweise sind die Teile noch
lieferbar bei MB, teilweise auch nicht mehr.


23.07.2011: Gereinigter Rahmen, Blick auf Verteilergetriebe und mechanische Sperren-Zylinder.


23.07.2011: Komplettes Fahrgestell am Haken.


06.08.2011: Renovierung Rahmen, Stand Anbauteile Karosserie:


06.08.2011: So kann man G-Häuschen auch elegant bewegen ...


20.08.2011: Aktueller Projektstand:


20.08.2011: Brems- und Sperrenleitungen (teilweise) neu verlegt in Kupfer-Nickel-Qualität.


20.08.2011: Ersatz für vordere Rohe fertig geschweisst.


20.08.2011: Konsole Armaturenbrett eingebaut.

Motor läuft :-)

 

FLASH-Player vorhanden ... ?


22.08.2011: Hochzeitsvorbereitungen (für letzte Schweissarbeiten am Rahmen vorne):


23.08.2011: Letzte Schweissarbeiten am Rahmen, Rostschutz, Konservierung mit Fluidfilm (innen) und Permafilm (aussen):


Stand 03.09.2011:


Stand 10.09.2011: Kotflügel und seitliche Schutzleisten montiert, Türen und Seitenfenster hinten eingebaut.


Stand 17.09.2011: Türen vorne komplett ergänzt und funktionsfähig. Diverse Anbauteile und Blinker montiert:


Stand 01.10.2011: Alle Türen fertig (mit Schlössern versehen und funktionsfähig), hintere und andere Anbauteile ergänzt, Kühler und Quer-
Traverse vorne ergänzt, Tankstutzen eingebaut:


Stand 13.10.2011: An einer der hinteren Türen ist die Befestigung eines Scharniers gebrochen und muss nun nachgeschweißt werden.
War leider bisher nicht zu erkennen:


Stand 15.10.2011: Innenausstattung (Verkleidungen, Böden, Gurte) sowie Reserveradhalter teilweise fertig gestellt:


Stand 04.12.2011: Bremsen und Kupplung entlüftet, Teile Vorderwagen ergänzt, Motor, Getriebe und Kupplung getestet, Heck fertig gestellt.


Stand 17.12.2011: Innenraum ergänzt, Motorhaube montiert, viele weitere Details:


Und hier läuft mir doch tatsächlich noch ein originales Daimler-Benz Presse-Bild eines langen 460 in weizengelb über den Weg:


(C) Daimler-Benz AG 1979/1980


Stand 31.12.2011: Komplettes Fahrzeug mit Permafilm behandelt:

FLASH-Player vorhanden ... ?


Stand 04.02.2012: Jungfernfahrt bei perfektem Wetter nach Einbau der hinteren Stoßdämpfer. Es gibt noch viele kleinere Dinge zu
erledigen, aber das "Grosse Ganze" macht einen perfekten Eindruck - fährt sich wie ein Jahreswagen! Der 300er-Antrieb macht trotz der
88 PS richtig Spaß!


Stand 25.02.2012:


Lamin beim Felgen-Entrosten, Jörg beim Felgen-Föhnen ... vorher - nachher.


Je mehr schwarze Kontrastteile (hier nun noch die Dachleisten in seidenmatt lackiert) dazukommen, umso besser kommt das Gelb zur Geltung.


Stand 09.03.2012: Beim Vorführungstermin TÜV wegen § 21 c StVZO ("H-Kennzeichen") wurden die vorderen Bremsen sowie der Schalter
des Rückwärtsganges bemängelt. Dieser tat bislang problemlos, wird aber natürlich instand gesetzt. Bei den vorderen Bremsen dachten wir

uns schon, dass es Probleme geben könnte. So haben wir jetzt die klare Aussage, was noch zu tun ist, und dann geht's nach Erledigung
dieser Arbeiten nochmals zur Nachschau hin.


Stand 24.03.2012: Wir halten nun das begehrte H-Gutachten samt TÜV und AU in Händen. Nach Erledigung diverser Kleinigkeiten
(Fenster-Gummis hinten, Türe vorne links schweißen, Nacharbeiten durch den Lackierer, Zierleisten Fenster vorne, Ausbesserung
Armaturenbrett, Aufbereitung) darf das Schmuckstück in den nächsten Wochen auf die Strasse.


Stand 18.04.2012: Nach Tausch des Lenkungsdämpfers sowie H-Zulassung ist der 32 Jahre alte G nun einsatzbereit.

22.04.2012: Nach einigen Tagen bei mir hier der erste Eindruck: Fährt sich nett, die 88PS hören sich schlimmer an als sie sind. Wenn der 300er mal in Bewegung ist (Anfahren von 0 weg ist meist wenig lustig), kann man im fließenden Verkehr meist gut mithalten. Ab Tempo 80 wird's laut, bei Volllast (120-130 km/h) wird  eine längere Reise eher zur Zumutung, und man ist froh, wieder weniger als 90 km/h auf dem Tacho zu sehen. Für typische Oldtimer-Ausfahrten aber perfekt!


Stand 08/2012: Nach Tausch der Türdichtungen vorne (die Meterware war Mist, und Original-Dichtungen nicht so viel teurer) sowie Instandsetzung der hinteren Radbremszylinder ist der Gelbe nun einsatzbereit.


Stand 09/2012: Der Gelbe durfte zur Feuertaufe im strömenden Regen in die Zentralschweiz und zurück. 700 km an einem Tag sind schon gewöhnungsbedürftig (bei Tempo
105 auf der BAB und unter Umgehung von Maut in der Schweiz), aber nicht so schlimm wie befürchtet. Der 463er bietet natürlich deutlich mehr Komfort, aber es geht auch im 460er ganz gut :-) Danke an P+I :-)


02.03.2013: Problemloses Aufwecken aus dem Winterschlaf. 5 Monate abstellen mit angeklemmter, nicht erhaltungsgeladener Batterie
ist für die meisten heutigen Fahrzeuge eher undenkbar. Beim W220 oder R230 ist manchmal nach wenigen Wochen schon Schluss ...


23.03.2013: Tausch des Kombischalters (Blinker, Scheibenwischer), Verkleben Dämm-Matte Motorhaube:


Schön zu sehen: Die Detail-Unterschiede bei den "ersetzt durch"- Teilen.


Dämm-Matte neu für etwas Geräuschdämmung im Innenraum. Man merkt einen deutlichen Unterschied auf der Langestrecke.

29.03.2013: Tausch der Unterdruck-Dose (Absteller an der ESP):


04/2013: Tausch des Steuergeräts Scheibenwischer.

21.06.2013: Nach Tausch des Kombihebels (03/2013) sowie Steuergeräts macht die Steuerung des Scheibenwischers immer noch, was sie will.
Es gibt nur an oder aus ohne Endstellung, sowie kein Intervall. Manchmal liegt die Lösung näher als man denkt - in einem älteren Beitrag im 4x4-
Forum wurde dieses Thema bereits beschrieben. Wenn der Stecker zum Scheibenwischermotor nicht mehr richtig sitzt, und nur noch wenige der
Verbindungen Kontakt haben sind, passiert oben geschriebenes. Ein Blick unter die Abdeckung offenbarte folgendes:


1 x Kabelbinder hilft hier weiter statt EUR 250.- für neuen Kombihebel und Steuergerät ...


01/2015: Nachdem das "Räder-Schlagen" nun ab Tempo 70-80 km/h so massiv ist, dass man aussteigen möchte, muss man hier mal nachforschen. Im Verdacht stehen ausgeschlagene Lager der Koppelstangen, ein endgültig fertiges Lenkgetriebe sowie zusätzlich evtl. die uralten Reifen.

Falls neue Reifen nötig sind, würde ich mir zur Zeit für die Cooper Discoverer S/T entscheiden in 205/80 R16 100N (bzw. 104T).


Die Schuldigen könnten gefunden sein - entgegen der vorherigen Annahme könnten ausgelutschte Buchsen der vorderen Längslenker die Ursache sein.


02/2015: Leider doch nicht. Getauscht wurden weiterhin: Das Lenkgetriebe (gegen ein aufbereitetes), eine Schubstange der Lenkung sowie nochmals (zuletzt vor 4.000 km) der Lenkungsdämpfer. Jetzt ist der G absolut fahrbar, macht mit der neuen Lenkung auch wirklich Spaß. Es ist viel besser als vorher, fast gut, aber eben nur fast. Im Geschwindigkeits-Bereich zwischen circa 85 km/h und 110 km/h hat er nach wie vor die typische - nur bei manchen Fahrzeugen auftretende - Krankheit der deutlich spürbaren Unwucht in der Lenkung - stellt sich dar wie ein nerviges Vibrieren im Lenkrad bis hin zum Schlagen. Jede 5 km/h schneller oder langsamer oder auch eine leichte Kurve bringen sofortige Besserung. Hiermit kann ich aber gut leben - dies hatte ich bislang auch bei den meisten modernen 463ern mit 18"-Beräderung.

Tausch Lenkgetriebe aus 02/2015 bei Übernahme von diversen Altteilen:

Ob das aufbereitete - von hier stammende - Lenkgetriebe von Anfang an inkontinent war oder nicht, werde ich versuchen, herauszufinden. Ob dies gelingen kann, ist fraglich. Laut Verkäufer wurde es - dort sauber dokumentiert - in tadellosem Zustand geliefert. Laut meiner Werkstatt war es - von Anfang an - undicht, und konnte anscheinend nur durch die zusätzliche Verwendung einiger weniger Altteile zum Einsatz kommen.


15.02.2015: Jetzt gibt's noch 4 neue Reifen, da ich neugierig bin, ob - montiert und feingewuchtet - sich mit diesen die oben beschriebene Unwucht erledigt oder nicht.

17.02.2015: Mit den neuen Reifen liegen wir jetzt bei 90% des Optimums - ein Neuwagen wird's eben nie mehr werden :-) Jetzt macht er Spaß, man könnte auch mal wieder Langstrecke fahren mit den Allroundern, die - wie ich finde - auch noch ganz passabel aussehen. Sie können das ganze Jahr drauf bleiben, und mit "M+S"-Kennzeichnung könnte ich zur Not auch im Winter fahren. Man kauft bei diesen Reifen auch irgendwie immer automatisch 1,5 cm Profil - nicht, wie bei den PKW-Dingern üblich 7-8 mm ...


AV-checked

18.03.2015: Nachdem mein Lenkgetriebe - angeblich irreparabel beschädigt beim Ausbau - nun vom Verkäufer auf meine Kosten wieder zurückkam, werde ich hier meine Sicht der Dinge sowie die Erfahrungen und Probleme mit German SPOB hier chronologisch darstellen, sodass sich der geneigte Leser selbst ein Bild machen kann.

03.02.2015:
Bestellung bei http://www.german-spob.de/ im eigenen Shop (nicht via Ebay, etc.) am 03.02.2015 // Sofortige Bezahlung der EUR 899.- + EUR per Kreditkarte.

04.02.2015:
Telefonat mit SV, indem mir mitgeteilt wird, dass man das Teil so nicht versenden wird, da ja noch EUR 300.- Altteilepfand fällig wären. Von diesen EUR 300.- war im Shop-Artikel nicht die Rede, er tauchte ja auch in der per Kreditkarte bezahlten Gesamtsumme nicht auf! Ein Screenshot vom 04.03.2015 liegt mir vor, zwischenzeitlich hatte man wohl auf meinen Unmut und mein Anraten vom 04.02.2015 hin den Artikeltext korrigiert.
Ich fühlte mich überrumpelt - EUR 300.- am 04.02.2015 zwangsläufig trotzdem überwiesen, da ja bereits circa EUR 920.- dort waren, und ich dringend auf das
Getriebe wartete. Man war dort wenigstens so kulant, einer per E-Mail versendeten Kopie der Online-ÜW zu glauben. Versendet wurde das Teil dann aber erst, nachdem
ich nachträglich zusätzlich schriftlich erklärt hatte, dass mein Altteil auch ganz sicher zurückgesendet würde.

Auf der einen Seite kassiert man per Vorkasse zusätzliche EUR 300.- Pfand, rückt dann aber das bestellte Teil trotzdem nicht heraus, ohne nochmals schriftlich
bestätigt zu bekommen, dass man das Altteil auch in jedem Fall erhalten wird. Auf welcher Logik diese Maßnahme beruht, kann ich nicht nachvollziehen.

Nach mehrmaliger Nachfrage (tel. + via E-Mail) kam dann am 09.02.2015 auch die Rechnung nachträglich per E-Mail als PDF. Für die am 04.02.2015 bezahlten – für mich
überraschend eingeforderten - EUR 300.- Pfand fehlt diese bis dato. Dort existiert bislang nur eine „Auftragsbestätigung“ über EUR 300.- Pfand. Dies soll aber alles kein Problem sein.

09.02.2015: Einbau der Lenkgetriebes durch meine Haus-Werkstatt – Anruf von dort, dass die ganze Werkstatt versaut sei wegen der Undichtigkeit, und man zwei Teile
umbauen musste, um überhaupt wieder ein funktionales Lenkgetriebe zu erhalten: Nicht plan aufliegende Mutter, Riefen, wo ansonsten plane Flächen erwartet werden.

Ab hier mehrfache Versuche, diese Mängel auf normalem Wege der „Mängelanzeige“ beim Verkäufer sind gescheitert – dieser weist jede Verantwortung von sich. Der
Hinweis, dass bei Mängelfeststellung das Getriebe sofort hätte zurückgesendet werden müssen, um diesen Mangel anzuzeigen und nachvollziehbar zu machen, mag
juristisch korrekt sein, nur leider weltfremd. Man müsste das mal durchfechten – sämtliche Standzeiten des Fahrzeugs + Nutzungsausfall dann dem Verkäufer des
mangelhaften Teils anlasten – herzlichen Glückwunsch! Anstatt man dort froh ist, dass es eine nach gesundem Menschenverstand vernünftige Lösung des ärgerlichen
Problems gab, wird man dort nun – sagen wir: seltsam.

Das Getriebe wurde von meiner Haus-Werkstatt vorbildlich instand gesetzt, nämlich in dem zwei Altteile von meinem ursprünglichen Lenkgetriebe auf das Tauschteil
montiert wurden. Dann war das „Mix-Getriebe“ auch dicht. Soweit, so gut. Das Lenkgetriebe lenkt nun so, wie es soll.

Das Altteil wurde – wie vereinbart - umgehend an den Verkäufer zurückgeschickt, der daraufhin mitteilte, dass das Altteil leider völlig unbrauchbar sei – dies individuell auch mit zwei Fotografien zu dokumentieren versucht – und mitteilt, dass es leider nichts sei mit der Erstattung des Pfands. Mit keinem Wort wird zunächst auf die aufgezeigten Mängel (s.o.) eingegangen. Jetzt hat das aufbereitete Lenkgetriebe also keine EUR 920.-, sondern plötzlich EUR 1.220.- gekostet – langsam aber sicher bewegen wir uns in Richtung Tauschteil bei MB direkt.

E-Mail vom 18.02.2015:

„das von Ihnen erworbene Lenkgetriebe wurde von uns regeneriert und neu abgedichtet. Anschließend wurde es auf dem Prüfstand getestet sowie die N/cm
eingestellt. Wir haben die Versandbilder angeschaut und konnte da keine krummen Schrauben erkennen. Bitte beschreiben Sie uns genauer, welche plane Stelle Sie meinen?
Bitte teilen Sie uns auch mit, welches Hydraulik Öl nach welche Spezifikation eingefüllt wurde sowie die Füllmenge? Im Regelfall müsste die Ware bei einer Reklamation zur Überprüfung eingeschickt werden, erst dann können wir sehen ob diese berechtigt ist.“

Hierauf hin habe ich nochmals schriftlich erläutert, wo welche Mängel vorliegen.

E-Mail vom 23.02.2015:

„wir haben vor kurzen die Rückinfo erhalten, dass Ihr Altteil beim Ausbau irreparabel beschädigt wurde. Anbei senden wir Ihnen einige Bilder zu. Damit ist eine Wiederverwertung oder Aufbereitung ausgeschlossen. Dementsprechend können wir Ihnen in diesem Fall den Altteilpfand nicht gutschreiben. Das alte defekte Lenkgetriebe legen wir zur Abholung bereit. Bitte wenden Sie sich bezüglich Regressansprüche an Ihre Werkstatt.“

Auf meine Nachfrage, wie der Stand der Dinge sei, und wann mit einem Abschluss der Bearbeitung des Anliegens durch die Geschäftsleitung gerechnet werden kann, folgende E-Mail vom 04.03.2015:

„wie Ihnen bereits mitgeteilt, liegt Ihr altes Lenkgetriebe zur Abholung in unserer Versandabteilung für Sie bereit. Die Schäden an Ihrem alten Lenkgetriebe
wurden fotografiert und Ihnen die Bilder zur Verfügung gestellt, so dass Sie die Angelegenheit mit Ihrer Werkstatt klären können. Um Verwechselungen, auch für den
Fall einer strittigen Auseinandersetzung auszuschließen, wurde Ihre Kundennummer zusammen mit der Seriennummer vom Lenkgetriebe dokumentiert.
Im Falle einer Reklamation schreibt der Gesetzgeber vor, dass das Ersatzteil zur Überprüfung der angezeigten Mängel dem Verkäufer zur Verfügung gestellt werden
muss. Ist die Reklamation berechtigt, haben Sie dann als Käufer das Recht, eine Ersatzlieferung oder Nachbesserung zu verlangen. Sofern Ihre Werkstatt
eigenständig nachgebessert hat, so war dies ohne Absprache mit uns und dazu nicht berechtigt. Eine Kaufpreisminderung oder eine Schadensersatzpflicht greift in
Ihrem Fall auch deswegen nicht. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass wir unsere Lenkgetriebe und dessen Regeneration in Wort und Bild ausführlich
dokumentieren. Sofern behauptet wird, dass das Lenkgetriebe unvollständig gewesen, oder Schrauben krumm gewesen seien, so kann dies anhand von Bildern unter
Angabe der Kunden- und Seriennummer wiederlegt (sic) werden. Gleiches gilt für die von Ihnen behauptete Undichtigkeit am Lenkgetriebe; die auf
einem Prüfstand in unserem Hause getestet wurde."

Es geht aber noch besser:

„Wir setzten (sic) Ihnen eine Frist bis zum 11.03.15 zur Entfernung der unwahren Behauptungen bezüglich des Lenkgetriebe (sic) unter dem http://www.w463.de/w460.htm und der von uns ausdrücklich nicht gewünschten Verlinkung zu unserer Website www.german-spob.de. Bei fruchtlosem Verlauf wird ohne weitere vorherige Ankündung unserer Rechtsanwalt RA Matheja alle notwendigen Schritte, (sic) zur Wahrung unserer rechtlichen Interessen veranlassen. Schadensersatzansprüche behalten wir uns an dieser Stelle bereits schon jetzt ausdrücklich vor.“

Die störenden „unwahren Behauptungen“ habe ich entfernt, da ich in der Tat keinen Nachweis führen kann, dass das Getriebe bereits defekt angeliefert wurde.

„„wie Ihnen bereits mitgeteilt, liegt Ihr altes Lenkgetriebe zur Abholung in unserer Versandabteilung für Sie bereit.“

Dieser Spruch stand in jeder E-Mail, seitdem ich Mängel geltend machte, und ich angekündigt hatte, dass mein Altteil umgehend nach Erhalt zum Gutachter wandert,
und wir die Angelegenheit gerne auch juristisch klären können, falls man weiterhin der Meinung ist, die EUR 300.- Altteilepfand nicht zurückzahlen zu können.
Man hat also dort keinerlei Interesse an einem Rückversand bzw. macht diesem dem Kunden maximal schwer.
Auf meine beschriebenen Mängel wurde nicht eingegangen.

„und der von uns ausdrücklich nicht gewünschten Verlinkung zu unserer Website www.german-spob.de.“

Haha, schaltet eure Internet-Seite ab, wenn ihr sie nicht verlinkt haben wollt. Diese Forderung ist ungefähr so alt wie das Internet selbst … und greift völlig zurecht nach wie vor ins Leere.

Der Verkäufer hat sich zwischenzeitlich erbarmt, gegen weitere Kostenübernahme durch mich (nochmals EUR 20.-), von einer Verpflichtung zur "Abholung" abzusehen, sondern mein Getriebe via DPD zu versenden.

Dieses traf nun auch am 16.03.2015 hier wieder ein, und wurde zeitnah unter meinem Beisein in der Werkstatt begutachtet. Dabei wurde unten gezeigtes Foto aufgenommen.



Der sichtbare "Flex-Schnitt" quer ist das corpus delicti, an dem sich German SPOB aufhält. Meine Werkstatt sagt:

a) Kann der Schnitt niemals von uns gekommen sein, da wir 1) nicht geflext haben, selbst wenn hier bei uns alle lügen, dass sich die Balken biegen, ist es unmöglich, dass man beim Wegflexen eines schwergängigen Lenkhebels selbigen dabei nicht zerstört, und nur diese Furche in die Zahnung des Lenkgetriebes flext. Mein Original-Lenkhebel wurde 1:1 auf das Tausch-Getriebe übernommen! Dieser ist unversehrt.

b) Wenn dieser Schaden bereits vorhanden gewesen wäre, wäre uns das beim Ausbau des Getriebes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgefallen - das Getriebe ging dort durch 3-4 Hände ...

Und ich ergänze noch:

c) Wenn es sich hierbei um einen "irreparablen" Schaden für eine auf Lenkgetriebe-Aufbereitung spezialisierte Firma handelt, dann frage ich mich, in welchem Zustand ein für dortiges KnowHow geeignetes Altteil sein muss, um nicht als "untauglich" oder "irreparabel zerstört" abgelehnt zu werden. Bei der Bestellung war ja nicht die Rede davon, welche Teile z.B. in einwandfreiem Zustand erwartet werden und welche nicht - es kann von mir als Laien nicht erwartet werden, dass ich weiss, dass eine angesägte Welle z.B. nicht ohnehin im Rahmen der Aufbereitung ersetzt wird.

d) Warum auf einem Bild, welches mir German SPOB als Nachweis für das zerstörte Bauteil gesendet hat, eine andere (angesägte!) Mutter sichtbar ist, als mir jetzt auf meines montiert wurde (die oben schön mattschwarz lackierte), kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

Ich will fairer weise festhalten, dass der Anbieter bei Ebay in allererster Linie gute - sehr gute Bewertungen hat (100% positiv Stand 03/2015); wenn allerdings (selten) negativ bewertet wurde, dann doch sehr deutlich. Wer ähnliche Erfahrungen wie ich mit dem Verkäufer gemacht hat, darf sich gerne bei mir melden unter info(ät)w463(punkt)de.

/AV-checked


05/2015: Ich bekam bereits im April einen Hinweis von NB (Danke!), dass er bei seinem G (ein 461) vergleichbare Probleme erst komplett beseitigt hatte, nachdem auch noch die vorderen Bremsen (Scheiben + Beläge) ersetzt wurden gegen neue. Darauf kommt's bei mir jetzt auch nicht mehr an - werde ich demnächst angehen!

Update: Ist nun auch erledigt - Bremsen vorne neu - hat aber nichts gebracht. Von "perfekt" sind wir noch gefühlte 10% entfernt. Da werde ich jetzt damit leben. Sonst macht der Gelbe ja richtig Spass.


Ursprünglich matching numbers Rahmen / Motor / Getriebe.
Der Originalmotor OM 617.931 wurde durch einen MB-Austausch-Motor OM 617.912 mit 15.000 km Laufleistung ersetzt. Umbau
diverser Anbauteile nötig. Das 4-Gang-Originalgetriebe 711.202 wurde ebenfalls durch ein sehr gutes AT-Getriebe selben Typs
und circa 30.000 km Laufleistung ersetzt. Auch hier war der Umbau diverser Anbauteile nötig. Das Original-Verteilergetriebe
750.600 wurde beibehalten.

Ausstattung:

A70 Differentialsperre vorne
A71 Differentialsperre hinten
C70 Stoßstange hinten zweiteilig
E40 Anhängersteckdose 7-polig
E51 Nahentstörung
E54 Antenne
G75 speedometer adapter / Wegdrehzahlausgleich:

Code G75 ist das Winkelgetriebe am Verteilergetriebe, das den Reifendurchmesser an den Tacho anpasst:
(Herzlichen Dank an AS für seine Mühe und Recherche!) (09.03.2011)



J33 Zeituhr
L12 Scheinwerfer Halogen
L16 Nebelscheinwerfer Halogen
L18 Nebelschlussleuchte
M74 Kühlerschutz / Motorschutz unten
Q53 Anhängerkupplung Kugelkopf
R69 Reserveradhalter schwenkbar
S30 Kopfstütze Fahrer
S32 Kopfstütze Beifahrersitz
S55 Sitzbank in Fahrgastraum klappbar
S64 Sicherheitsgurte Sitzbank
V18 Innenausstattung schwarz

V22 Innenausstattung gehobene Ausführung:

Code V22 bezieht sich auf die Türverkleidungen, die laut EPC aus Stoff (gehobene Ausführung) sein sollten.
Es gibt für diesen Code zwei gültige SA-Nummern, nämlich für die Seitentüren sowie für die Rückwandtüren.
(Nochmals herzlichen Dank an AS für seine Mühe und zweite Recherche!) (13.03.2011)

V34 Haltegriff und Armaturenbrett gepolstert
V47 Ablageschale mit Warmluftführung
W51 Rückwandtür zweiflügelig (mit Fenster) -> diese Ausstattung ist original vorhanden, fehlt aber in der Datenkarte,
        da Ende 1979 / Anfang 1980 (Bau-Zeitpunkt meines 300ers) vermutlich gerade die Umstellung war von Serie
        2-flügelig auf einflügelige Tür. (Danke an Franky)
Y10 Verbandtasche
Y44 Warndreieck
1681 Farbcode weizengelb

Die G-Modelle der ersten Generation gab es laut Prospekt in den fünf Farben:

cremeweiß, weizengelb, coloradobeige, karminrot (= RAL 3002 = altes Feuerwehr-rot), agavengrün

Hier die Original-Farbkarte(n) aus 07/1981 inklusive Sonderfarben als PDFs:

  
(2x)