letztes Update: 22.08.2016

Vara-III  bisheriger Verbrauch: Spritmonitor.de

Dies ist nun schon die dritte HONDA Varadero seit 1998. Mit der ersten (SD-01, noch ohne ABS) wurden in gut 5 Jahren 125.000km abgespult, mit der zweiten (SD-02, mit ABS) seit 2004 in ziemlich exakt 10 Jahren gut 90.000 km, und nun folgt die dritte, gebraucht gekauft, 9 Jahre alt, mit 7.700 km. Warum keine GS?

1) Weil damals dem Interessenten (mir), der ein neues Motorrad bei BMW in Stuttgart erwerben wollte, 2 x durch Nicht-Beachten begegnet wurde.
2) Die Vara - bis auf den fehlenden Kardan - alles genau so gut kann wie die GS, und aus meiner Sicht das bessere (weil komfortablere)
    Langstrecken-Motorrad ist, und
3) Preis-/Leistung im Vergleich zur GS unschlagbar ist. Wenn man bei der GS1200 bis zu den Baujahren 2012 (K25) über wiederkehrende Probleme mit der Motor-(Öl)-Kühlung liest (deshalb kam 2013 die Variante K50 mit Öl-Wasser-Kühlung auf den Markt), und sich die korrespondierenden Preise anschaut, kommt man (oder zumindest ich) zur Erkenntnis, dass die Vara - die verteilt über nunmehr zwei Maschinen gut 200.000 km einwandfrei tat - wohl nach wie vor die bessere Lösung ist. Warum also wechseln? ABS, 6-Gang, mehr echte Innovationen sehe ich nicht seit deren Einführung. Ich mag außerdem das elitäre Gehabe der GS-Fahrer nicht. Viele bewegen Ihre GS nur für einen Bruchteil meiner km-Leistung, treten aber regelmäßig wie Ewan McGregor und Charley Boorman auf ...

Auch egal, wenn Clemens Gleich in meinem Lieblings-Motorrad-Blog die Vara als "Fettsau" bezeichnet. Auch lesenswert: Der (positive!) Test der GS 2013. Die finde ich zwar als Motorrad cooler, ist mir aber schlicht zu teuer ... Warum keine "Nachfolger"-Crosstourer von HONDA? Zu teuer, unklare Dauerhaltbarkeit der Doppelkupplungs-Automatik - ganz abgesehen davon, ob ich ein "Automatik-Motorrad" fahren möchte -, fragwürdige Optik, ...

Ich hatte von 1998 bis Mitte der 2004 mal recht erfolgreich die varadero.de betrieben, die ich dann aufgrund typischer Foren-Querelen und -Stänkereien stillgelegt und verkauft habe - hieraus entstand dann durch die Haupt-Kritiker Armins http://www.honda-varadero.de/ mit Forum, die ich als Anlaufstelle für alle Vara-Interessierten mal empfehlen möchte.

 

05/2014: Freue mich auf die "neue" Gebrauchte. Endlich mal wieder ohne Gabelöl-bepisste vordere Bremsanlage fahren (ich hatte in 2007 mal eine Mercedes B-Klasse mit der Vara zerlegt - das sind eben Folgeschäden -), endlich mal wieder eine Tankreserve-Anzeige, vielleicht mal eine einwandfreie und immer zuverlässige Gasannahme aus Leerlauf-Drehzahlen - hatte meine zweite von Anfang an, selten und nervig.. Das waren auch schon die Probleme der Vorgängerin. Eine komplette Gabel-Reparatur wollte ich hier bei einer km-Leistung von knapp 100.000 nicht mehr durchführen lassen.

Es ist schon interessant, an was man sich schleichend im Laufe des Jahre und km so gewöhnt: Die "Neue" fährt sich deutlich weniger ausgelutscht, straffer, schaltet besser, bremst besser. Nicht, dass die "Alte" mit gut 90.000km irgendwie unfahrbar oder wirklich schlecht gewesen wäre - aber beim direkten Umstieg von A nach B sind da schon relevante Unterschiede spürbar :-)


08/2016: Mitten in Stuttgart "liegengeblieben". Fuhr bereits den halben Tag einwandfrei, dann kurz 5 Minuten abgestellt. Kein Wiederanlassen möglich. Komplett platte Batterie, Einbruch auf 4,5V, sobald Zündung an - an Anlassen nicht zu denken ... Die Schuldige war schnell ausgemacht:

Der ADAC benötigte keine 15 Minuten, um zu mir zu gelangen - und zog aus einem seiner Zauberschublädchen doch tatsächlich eine nagelneue, (zwar an sich zu schwache) trocken vorgeladene 8Ah-Batterie, welche seitdem einwandfrei ihren Dienst verrichtet. Der ADAC-Mann bot sogar noch an, ich könne ihm die Batterie nach Interims-Verwendung gerne auch zuschicken - dann wäre das kostenlos. Ich kaufte sie ihm gerne zu fairem Kurs + Trinkgeld ab. Perfekter geht Service nicht. Danke an NP aus KWH.