letztes Update: 26.04.2017 https://abetterrouteplanner.com/

Tesla Model S85

Beim smartED hatte ich vor 2,5 Jahren noch geschrieben: "eine neue Ära beginnt." Diese "neue Ära" empfand ich für mich als so positiv, dass ich bereits im Frühjahr 2016 mal erste Versuche unternahm, an ein gebrauchtes Model S von Tesla zu kommen. Seinerzeit hätte ein sehr gutes Model S85 aus 02/2014 (ohne Autopilot, damals noch nicht erhältlich) circa 83T EUR gekostet. Ein Jahr zu warten, hat sich gelohnt, denn nun lief mir durch viel Glück ("zur rechten Zeit an der richtigen Stelle") ein "gebrauchtes" Model S85 über den Weg, das so nicht mehr oft zu finden sein dürfte.

Zunächst zu Tesla Stuttgart: Wenn man dort das erste Mal hinkommt, bietet sich ein sehr zwiespältiges Bild: Das ehemalige Volvo-Autohaus Catena, aufgesplittet in diverse kleinere Firmen inklusive Pferdezucht und Auto-Aufkäufer - schon irgendwie aufgeräumt, aber alles eher Typ "Klitsche", und dort, im linken Bereich hineingequetscht im Stile eines "pop up - stores": TESLA. Für mich vollkommen O.K., auf die verwöhnte Stuttgarter Premium-Kundschaft jedoch vermutlich eher verstörend wirkend ;-)

Die Mitarbeiter vor Ort machen den ersten Eindruck durch viel Motivation jedoch schnell wieder wett.

Meine Kriterien: Kein P(erformance) - Model, Kein P(erformance)+ - Model (brauche ich beide nicht, sind hart abgestimmt, meistens mit gruseligen 21"-Felgen bestückt, die Reifen sind teuer, ..., mir kommt's in erster Linie auf bezahlbare Reichweite an), Allrad ("D") auch nicht zwingend, kein "Ludicrous"- oder "Insane"-Mode, jedoch unbedingt 19"-Felgen (höhere Reichweite, günstigere Reifen), Autopilot (1st gen - als "need to have"-Spielzeug), 85kWh-Akku (60er und 70er sind mir zu klein), wenn irgend möglich Sitze der zweiten Generation (angeblich von Recaro), Luftfederung nicht zwingend (aber wünschenswert, weil eben komfortabler und reichweiten-orientierter wegen Absenkung des Fahrzeugs bei höheren v), Farben: so ziemlich alles ausser Leichenwagen-grau.

Natürlich hätte ich auch gerne das "Ultra High Fidelity-Soundsystem" von S1nn im Tesla gehabt (ein ursprünglich Stuttgarter Hersteller, der von Harman gekauft wurde, die von Samsung gekauft wurden ...). Ich darf zitieren: "So bat der Tesla-Chef den Musikproduzenten Rick Rubin (u. a. Metallica, Adele), die Anlage zu checken und aufzuschreiben, was er ändern würde. Nach intensivem Durchhören vieler eigener Aufnahmen gab Rubin nur einen Satz von sich: "Ich würde überhaupt nichts ändern." In meinem fehlt dieses damals-circa-EUR 2700.- -Aufpreis-Extra leider :-( Heute (03/2017) nimmt Tesla EUR 3.200.- Aufpreis. Das Standard-System besteht aus 7 Lautsprechern mit einer Gesamt-Sinus(?)-Leistung von 200W. Laut diesem schönen Artikel aus UK sind auch die Standard-Lautsprecher desiged by S1nn, made in China. Circa-Herstellungspreis: 4 GBP / Stück. Naja :-(
update: Mein Kontakt in die Hifi-Szene kennt den ehemaligen S1nn-Entwickler, und sagt -> erst man alles lassen - der Standard sei schon sehr gut :-)

Konkret wurde es dann ein Model S85 aus 06/2015, der nur im internen Tesla-System sichtbar war, und z.B. bei mobile nicht auftauchte. Ich musste erst nachfragen, ob das ein Scherz sei, oder man beim km-Stand 3 Nullen vergessen hatte. Nee, der "Gebraucht"wagen ist 114km gelaufen.
E-i-n-h-u-n-d-e-r-t-v-i-e-r-z-e-h-n. Aus 06/2015 klar ein Pre-Facelift (das kam ja erst im Frühjahr 2016), jedoch schon mit dem Autopiloten der ersten Generation.

Unterschied von Pre-Facelift (2013-2016) zu Facelift (2016), oben alt (meiner), unten neu:


(C) Tesla

Das Fahrzeug lief bei Tesla in Tilburg (Niederlande) als internes Testfahrzeug für Ingenieure und Techniker, und wurde dann in 2016 wohl schlicht vergessen, als das Facelift auf den Markt kam. Bei der jetzigen (2017er-) Inventur wurde es dann wieder gefunden, und wurde mir mit einem netten Rabatt angeboten. Ich musste circa 2 Minuten überlegen, dann war der Deal perfekt. Ich verrate nicht, was ich bezahlt habe; auf dem freien Markt (mobile) gab es zu meinem S85 vergleichbar diese 3 Konfigurationen (und eben teilweise älter, weniger Ausstattung oder mehr km) - wohlgemerkt alle von freien Händlern - nicht von Tesla direkt. Ich erwerbe ja quasi einen Neuwagen. Ein Besuch bei Tesla lohnt also. Das war mein Eindruck auch schon vorher: Tesla bietet Fahrzeuge aus dem eigenen Pool oft günstiger an, als Fahrzeuge auf dem freien Markt zu bekommen sind.

Eine 03/2017 circa vergleichbare Konfiguration läge irgendwo (abhängig von entweder Model S75 oder Model S90D) zwischen 110T und 120T EUR. Könnte ich mir definitiv nicht leisten und würde ich auch niemals ausgeben. Hier wird berichtet, dass Tesla circa 28% Bruttomarge am Model S hat - bei meinem haben Sie mir diese komplett geschenkt. Danke ;-)

Ich bin nun trotz Gebrauchtwagen direkt Kunde bei Tesla und komme in den Genuss eines Fahrzeug-Checks bei Tesla direkt, der 4-Jahres-Gebrauchtwagen-Garantie (die der einen Neuwagen-Garantie entspricht, identisch wie beim Neufahrzeug mit Einschränkung auf 80.000 km Laufleistung) sowie der ohnehin gültigen 8-Jahres-Garantie auf Batterie+Motor (ohne km-Begrenzung, mindestens 80% Rest-Akku-Kapazität noch O.K.), gültig ab Erst-Inbetriebnahme des Fahrzeugs - bei mir also bis 05/2023.

Ausstattung:

  • Model S85 (85kWh-Akku, Hinterradantrieb)

  • Titanium Metallic (ich bezeichne sie zwischenzeitlich als "Altersheim-Beige-Metallic") - schwarz/schwarz wäre mir lieber gewesen ...

  • Panorama-Glasdach

  • 19"-Felgen

  • Sitze Generation 2 (angeblich Recaro - nö, eher doch nicht. Laut Tesla S doch :-) Früher und später sind's keine Recaros, meine aber schon!)

  • Klavierlack schwarz

  • Alcantara-Dachhimmel schwarz

  • Komfort-Paket

  • Autopilot Hardware 1 mit Komfortmerkmalen

  • Premium-Interieur und -Beleuchtung

  • SmartAir-Luftfederung (angeblich Conti)

  • Diebstahlschutzpaket

Was mir momentan (gefühlt) fehlt, ist der 22kW-Doppellader (den selbst mein smartED hat), von dem mir Tesla sagt, dass ich ihn nicht vermissen werde (der aber evtl. noch für circa 2 TEUR nachrüstbar wäre - lasse ich aber bleiben) sowie ein zu fairem Preis (EUR 510.-) angebotenes Upgrade von 3G auf LTE (gab es in Serie erst einen Monat nach meinem). Was mir auch nicht klar war bislang: Die ersten (angeblich 7?, andere berichten von "lebenslang") Jahre bezahlt Tesla sämtliche Online-Verbindungen in Europa; der Kunde muss sich also weder um eigene SIM-Karte, eigenen Vertrag noch um die laufenden Kosten kümmern - Deutsche Automobil-Industrie!!! - HELLO ? Mobilfunk-Provider ist anscheinend O2.
Ebenfalls hätte ich natürlich gerne das Hifi-System von Sinn (ehemals Stuttgarter Firma) gehabt (aber ein "nice to have"- Feature), genauso wie das Winter-Paket (nicht wegen der Sitzheizungen hinten, aber wegen der beheizbaren Wischwasser-Düsen). Muss es eben die serienmässige Standheizung richten :-)

Meine Farbe ("Titanium Metallic") taucht erst auf im amerikanischen Prospekt des 2016er-Modells. Keine Ahnung, wann das in 2015 auf den Markt kam. Im 2015er-Prospekt gibt's diese Farbe noch nicht. Wenn die Angaben für's 2016er-Modell auch für den EU-Markt gelten (wovon ich ausgehe), dann sind das für meinen: 265 miles range (EPA, USA, recht realistisch, wenn man sich viel Mühe gibt) = 426km (im EU-NEFZ-Standard sind es 502 km), 5.4 seconds 0-60 mph => circa 5,6 s 0-100 km/h, 270 kW = 367 PS, 440 Nm (0–5800 U/min), vmax = 225 km/h abgeregelt. Alles über 150 km/h zieht den Akku ohnehin sinnlos schnell leer auf der Autobahn. Ja, liebe noch-Verbrenner-Fahrer, gewöhnt euch für die Zukunft schon einmal mental an solche Geschwindigkeiten ;-)

Rein von den Leistungsdaten und vom Gewicht her müsste sich das Tesla Model S 85 an sich fahren wie ein W220 S600 Sauger mit M137 E58. Dieser hatte exakt  367 PS, und ein Drehmoment von 530 Nm bei 4.250 U/min. Nur circa 20l Super/100km wird der Tesla wohl nicht brauchen :-)

Autopilot: "Autopilot combines a forward looking camera, radar, and 360 degree sonar sensors with real time traffic updates to automatically drive Model S on the open road and in dense stop and go traffic. Changing lanes becomes as simple as a tap of the turn signal. When you arrive at your destination, you can step out of the car and let Model S park itself."

Mein Model S hat den "Autopiloten" der ersten Generation "mit Komfortmerkmalen". Dieser besteht aus:
1 x Radar nach vorne (Reichweite mir unbekannt), 1 x monochrome Frontkamera, 12 x Sonar-Sensoren mit Reichweite 5 m, EyeQ3 MobilEye.
Die Generation 2 (seit Ende 2016) hat da schon deutlich mehr zu bieten. Allerdings noch nicht alles aktiv (03/2017).

Die erste Generation der AP-Hardware des ModelS - Autopiloten entspricht Level 3, mit der zweiten Generation wird Tesla wohl Level 4 erreichen.

Bei Tesla läuft der Vertrieb etwas "anders" und entspannter als von deutschen Premium-Herstellern gewohnt - eher nach meinem Stil. Vertrag konnte ich zunächst keinen unterschreiben, Tesla reichte es, EUR 1000.- von der Kreditkarte als Anzahlung abzubuchen. Der vorbereitete Kaufvertrag wurde dann im System versehentlich in "holländisch" umgewandelt, und dieses Malheur muss nun in den USA wieder manuell auf "deutsch" gewandelt werden. Dann könnte ich den auch unterschreiben. Das Fahrzeug ist aber bereits fest mit meinem Tesla-Account (von der Model3-Vorbestellung aus 2016) verknüpft und sichtbar.

Dann habe ich noch festgestellt, dass innerhalb des Tesla-Accounts an sich ein "ja, ich will den wirklich kaufen"-Klick reichen könnte, ohne nochmals hinfahren zu müssen. Meine Verkäuferin konnte es nicht 100%ig sagen, da diese Option in dieser (03/2017) Woche ganz neu eingeführt wurde.
update: In der Tat: Ein Klick im Tesla-Account zwei Tage später, und das Fahrzeug war gekauft :-)

Ein wichtiger Grund für meine Kaufentscheidung JETZT (03/2017) ist auch die Tatsache, dass ab Auslieferung circa 04/2017 bei allen neu bestellten Model S KEIN lebenslanges Free Supercharging mehr enthalten ist, sondern nur noch 400 kWh / Jahr, das entspricht so circa 1.600km. Alles darüber hinaus muss also bezahlt werden. Und der Schwabe kann ja rechnen ... ;-) Bei allen Gebrauchten (bis Erstauslieferung 04/2017) ist das lebenslange (bezogen auf das Fahrzeug!) kostenfreie Laden inkludiert. Wird der Tesla also z.B. durch Unfall komplett zerstört oder kommt abhanden -> Pech. Ich sehe schon heftige Diskussionen vor Gericht auf die Tesla-Gemeinde zukommen, wie man diesen definitiven Mehrwert beim Schadensausgleich gelten machen könnte. Wir reden bei normalen Verbraucherpreisen (0,28 ct/kWh) immerhin von circa EUR 11.000.-, gerechnet auf 8 Jahre und dem angegebenen Verbrauch von 24 kWh / 100km. (20.000km / Jahr). Es soll Langstreckenfahrer geben, die fahren das Model S 100.000km / Jahr. Laut eines Berichts sagt Tesla, dass der Supercharger-Anteil über alle Model S bei circa 7% läge.


Umfrage (C) ams 5/2017

Thema Versicherung: Da ist bei Tesla auch alles etwas anders als in Deutschland üblich. Natürlich kann der Tesla auch von anderen Versicherern versichert werden - die haben jedoch meist deutlich höhere Tarife als tesla-insurance.de. Meine (ansonsten wirklich sehr günstige) Versicherung wollte bei vergleichbarer Basis (alle Fahrer, Vollkasko 500, Teilkasko 500, km frei) circa EUR 16.000.- (sic!) / Jahr, bei Herausnahme aller Fahrer und Limitierung auf 25+ oder 30+ sinkt die Prämie auf EUR 4.500.- (sic!) / Jahr auf . Bei tesla-insurance.de kostet das pauschal EUR 1.200.- / Jahr. Denen ist völlig Wurscht, die alt der Halter ist, welchen Schadensfreiheits-Rabatt er mitbringt, wo das Fahrzeug steht, wer damit fährt, ob der Carport grün oder rot lackiert ist oder die Freundin von 1983-1985 mal eine Dauerwelle hatte oder nicht. Man bekommt hier schön vor Augen geführt, wie krank die für uns "normal" gewordene komplexe Tarifierung an sich ist und wie simpel man Dinge gestalten kann, wenn man nur will.
update: Noch günstiger geht es bei emover24.com, die machen dasselbe für EUR 945.- / Jahr. Und jetzt kommt der Knaller: Da wirkt im Hintergrund dieselbe Versicherung, die bei mir direkt EUR 16.000.- aufgerufen hatte. Andere Telefonnummer, anderer Makler, EUR 15.055.- gespart ...
Seit dem vor den Toren Stuttgarts in Leonberg 8 Supercharger stehen, kann sich Tesla sicherlich denken, wo der Stuttgarter öfter mal zum "Tanken" anzutreffen sein wird, auch wenn die Supercharger ursprünglich als eine Art Reichweiten-Verlängerer für Autobahn-Fahrten gedacht waren, und nicht als eine Art "Home-Tankstelle". Nur übertreiben sollte man's nicht, sonst verschickt Tesla auch gerne mal ein "blaues Briefchen".

Noch was: Zitat Dr. Dieter Zetsche, Daimler AG, 2015: "Wir sind die Einzigen, die mit Elektroautos Geld verdient haben."
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-135558884.html) Er meinte damit den Verkauf aller Tesla-Anteile.

Dieser Satz würde ihm heute nicht mehr über die Lippen gehen - wenn sich nämlich mehr und mehr Kunden quasi von der Pferdekutsche (Verbrenner) ab- und dem modernen Automobil (Elektro) zuwenden, merkt man flott, dass man einen Trend nicht oder nicht rechtzeitig erkannt hat, und da kann es schwer werden. Klarer Fall von Fehleinschätzung by management, sonst hätte man seine Tesla-Anteile in 2015 nie und nimmer verkauft. Ich fand das seinerzeit schon seltsam. Aber Daimler hat ähnliche Fehlentscheidungen (siehe AEG, Chrysler) ja immer irgendwie überlebt.

Zum Batterie-Pack: Es werden beim Model S85 mehr als 7.000 Standard-Lithium-Ionen-Akkus des Typs 18650 (Panasonic) verbaut, wie man sie üblicherweise auch in Notebook-Akkus findet, allerdings mit anderer Zellchemie (anderem Elektrolyt + Additiven). Hier gibt's (englische) Details:

"It contains 7104 individual cells. It is believed the cells are Panasonic 3400 mAh at 3.6V. This would yield a pack capacity of 7104 * 3400 * 3.6 = 86.95 kWh. It is possible that the cells are 3.7V, which would yield a capacity of 89.4 kWh. The difference between 85 kWh and these higher figures has been speculated to be capacity that is reserved by Tesla for battery protection."

"Ohjeh, wenn die mal brennen - da müssen wir doch sofort alle sterben", oder so. Wenn weltweit ungefähr 3 von 150.000 Teslas Feuer gefangen haben (einmal Suizid, 1 x unklar, 1 x dem Fahrer dadurch indirekt das Leben gerettet) wird natürlich die "Gefährlich-Sau" durch's deutsche Dorf getrieben, wenn aber bei Mercedes 50+ Fahrzeuge in Brand geraten, ist das (03/2017) nicht mehr als eine Fussnote wert.

Details zum Akku: 96 Zellen mit Nennspannung 4,208v seriell, von diesen Packs 74 parallel (anders organisiert, aber logisch so wie beschrieben)
Bilder gibt's hier, ein hübsches Zeitraffer-Video hier. Wenn man genügend Zeit hat, kann man sowas auch selbst bauen ;-)

Entschlüsselung VIN 5YJSA7H13FF0x2y8z:

5YJ = TESLA, S = Model S, A = 5 Door Hatchback LHD, 7 = SRS, exact meaning unknown, used in non-US orders, H = Lithium - Ion Battery - High Capacity (85 kWh), 1 = Single Motor - Standard, 3 = Prüfsumme, F = Modelyear 2015, F = Fremont (CA), dann 6-stellige S/N: 0x2y8z

Tesla Model S = Motor Trend Car of the Year 2013.

Gleich noch das LTE-Upgrade nachgeordert.

Bei Tesla verliert man übrigens auch keine Garantien, wenn man nicht regelmässig zum Abzock-Service erschienen ist, bei dem schlecht gelaunte Azubis dreimal ums Fahrzeug laufen, eine Checkliste abhaken, angeblich Wischwasser-Zusatz in den vollen Behälter gefüllt haben wollen, auf dass der Serviceberater dann hohe 3-stellige Beträge auf die Rechnung schreibt. "No Service? No problem. You keep your guarantee." Das alleine ist für mich schon Grund genug, bei denen evtl. die "Wartung im Voraus" zu beauftragen - nur weil Sie's anders machen als die anderen.
Musk-Zitat 2013: "Die beste Wartung ist gar keine Wartung. Wir wollen kein Geld mit Dingen verdienen, die kaputtgehen".

Die Ankündigungsweltmeister von Audi hatten im Sommer 2015 erste Skizzen eines "Tesla-Fighters" vorgestellt.
Wieder sind zwei Jahre vergangen. Ja, wo isser denn? Jedenfalls noch nicht kaufbar ...

Jetzt heisst es erstmal warten und vor-Freuen - so in circa 3 Wochen sollte das Fahrzeug in Stuttgart angekommen sein :-)

                           


So, pünktlich wie versprochen kommt die Info (naja, ich habe mal nachgefragt ...), dass der Brief nun abholbereit sei. Gesagt, getan. Wie es der
Zufall will, wurde mein S85 gerade mit noch drei anderen Teslas aus den Niederlanden entladen und strahlte in perfekter Sonne auf dem Hof:


"UNKNOWN" ist er bald auch nicht mehr :-) Und so einen leeren "Brief" hatte ich auch ganz lange keinen mehr in der Hand ;-)


15.03.2017, 17:30: WOW. Was begeistert am meisten? Definitiv der Autopilot - der ist deutlich ausgereifter, als ich dachte (Softwarestand 17.8.16)
So, und dann sind da noch die 367 PS (270 kW). Klingt nicht nach so wahnsinnig viel - ist aber mehr aus ausreichend, und auch ich als alter SL55-Fahrer bin begeistert. Von 0 weg etwas müde, so Dinge wie 60-120 km/h sind allerdings schon "insane", ohne dass mein Fahrzeug einen gleichnamigen Modus hätte. Da braucht's schon einen S63 aufwärts, um mitzuhalten.


16.03.2017, Nach dem Motto "Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr" ;-), wurde mir folgendes "Geschenk" überreicht. Aber auch die Verbrenner-Fraktion war eher positiv gestimmt, und wird sich nach und nach an die veränderten Zeiten gewöhnen (müssen), und ihre Pferdekutschen gegen moderne Automobile eintauschen (müssen) :-)



(C) autobild aus 3/2017
Kurze Durchsage von Deloitte an die Freunde des Verbrenners, und so Leute, die bei mir Probe-Mitfahren und dann Sprüche raushauen wie:
"Also, ehrlich. Irgendwie. Mir fehlt da der Sound."
(siehe Grafik und Text links). Doch die wichtigsten Dinge zuerst ;-) :


Das Model S85 regelt nicht bei 225 km/h ab, sondern bei 228 km/h ;-)
(GPS-gemessen)


Bei längerer flotter Fahrt wird massiv Leistung reduziert, um den Antriebsstrang (Motor, Batterien) zu schonen. Nach Abkühlen kann dann wieder "geheizt" werden.

Für die Genau-Hingucker: JA, das Reifendruck-System muss "gewartet" werden. Ist aber nichts Tesla-spezifisches. Da war schlicht der Raddruck-Sensor vorne rechts defekt oder nicht vorhanden. Kann bei jedem anderen modernen Fahrzeug auch passieren! :-)


Wer bei der Verbrenner-Fraktion zu denen gehört, die bei halbvollem Tank mit Schnappatmung  die nächste Tankstelle anfahren, weil sie ja liegenbleiben könnten, für die wird es eine kleine mentale Umstellung geben. Auf meinen ersten Fahrten habe ich die Supercharger immer mit zwischen 1% und 3% Restreichweite angefahren. In der Grafik oben entsprach das dann 7 km Restreichweite. (Hier waren nach 1-2 Minuten am Supercharger bereits wieder 9 km an Reichweite in den Akku "gepresst" worden.)

"Gepresst" schreibe ich deswegen, da hier schon mit gewaltigen elektrischen Leistungen gearbeitet wird. Oben sieht man, dass hier mit einer einer Ladeleistung von 116kW am Supercharger gearbeitet wird. Das entspricht "158PS", wobei die Umrechnung hier natürlich wenig sinnvoll ist. Der Verbrenner-Fahrer stelle sich das plakativ so vor, als ob ein Auto mit 158PS hier wieder Elektronen innerhalb der Batterie von einem Pol zum anderen schiebt (Alle Physiker bitte wegducken!). Die Ladeleistung wird reduziert, je voller der Akku wird. Man lädt in aller Regel auf Strecke auf circa 90% auf, da es nach  hinten raus immer länger dauert, um die letzten %e zu erreichen.


Kostenloses WLAN unterwegs? FlixBus! :-)

Oben rechts: Am Supercharger ruht es sich nachts im Tesla auch recht ordentlich während des Ladevorgangs.

Unten rechts: Best Cappuccino von Brudi (B). 1.500km am Wochenende.


Auch mit dem Serien-Soundsystem (S1nn, s.o.) lassen sich sehr ordentliche Ergebnisse erzielen. Oben meine momentanen Lieblings-Einstellungen.

Die stilistische Linienführung der Motorhaube seitlich (Kotflügel) aus Fahrersicht von innen dürfte am ehesten der des Ferrari California entsprechen - bilde ich mir zumindest ein - ich fuhr nie einen. Ansonsten ist das Model S für mich so eine optische Mischung (vorne) aus Aston Martin DB9 und (hinten) Aston Martin DB8 mit Anleihen bei den Japanern und ein bisschen Einfluss des ersten Porsche Panamera. Mein Vater meint an den hinteren Kotflügeln noch Einflüsse des Bentley Continental GT erkennen zu können. Ich weniger.
Wir einigen uns auf: Vorne und seitlich hui, hinten: Naja, geht so ... bis "Ford Mondeo". (Sorry, Mr. von Holzhausen!)

Fazit bislang: Wie dieser Buchtitel: BEST CAR EVER! Man frage mich in 1-2 Jahren nochmal. Aber momentan ist das defintiv so.


An der deutschen Standard-Schuko-Steckdose kann man so circa 11-12 km / h (blöde Einheit, ich weiss  - aber auch daran wird man sich gewöhnen müssen ...) in die Batterie des Tesla quetschen.

P=U*I

216V * 13A = 2.808W, die beim Tesla ankommen. das entspricht im Idealfall den 230V * 16A = 3.680W abzüglich Ladeverlusten.

 


03/2017: Batterie-Entladung beim Stehen lassen (hier mal 3 Tage). Circa 5km/Tag. War mir aber bekannt, und juckt nicht weiter:


03/2017: Tesla war beim Folieren. Jetzt ab B-Säule alles dunkel mit 95%-Folie (ABE), das Dach komplett. Kompetent und flott erledigt, bezahlbar.


03/2017: Für's Rennrad gab es die Kombi aus THULE Dachträger WingBar schwarz + THULE 598 ProRide Fahrradträger Dach schwarz. Die originalen Whispbar waren teurer und mir unbekannt. Thule kennt man hier eben besser, und die wären auch eher wieder verkäuflich auf dem deutschen Markt.

Mir wurde dann leider - obwohl korrekt bestellt und korrekt geliefert - was Unpassendes mitgeschickt. Bei meinem Model S passte das Fahrzeug-spezifische Thule-Kit 3153 NICHT (da waren die Bolzen viel zu dünn). Mit dem dann nachgeorderten Kit 3130 war alles bestens. Lustig, dass die Europäer den Amis nicht mal zutrauen, vernünftige Gewinde zu schneiden. Mitgeliefert im Kit 3130 wird ein Gewindeschneider, der allerdings nur noch wie Butter in die Original-Gewinde läuft, ohne etwas schneiden zu können:

Fertig montiert sieht der Grundträger dann so aus:


03/2017: Gleich wieder auf grösserer Test-Tour: S-Hannover-Amsterdam-Den Haag-S, circa 1.700 km. Bilder gibt's HIER.


03/2017: Erstes on-the-air-Update von Tesla - allerdings nichts weltbewegendes :-)

Immer noch V8.0 (17.8.16 -> 17.10.42), Änderungen:


03/2017: Die Ankündigungs-Weltmeister der deutschen Automobil-Industrie planen doch schon, ab circa 2022 eine hübsche Palette an vollelektrischen Fahrzeugen anbieten zu können. Daimler gab das heute auf der Presse-Konferenz bekannt, und laut Autobild kommt bei BMW
"der E-Antrieb im gemeinsamen Nachfolger für 3er GT und 4er Gran Coupé", und das Ganz schon 2021. BMW gehört hier allerdings noch zu den innovativeren Anbietern (mit i8 und i3). Mercedes hat die B-Klasse (nicht neu entwickelt) und den smartED, VW den e-UP!.

In 2021 wird TESLA seinen Roadster vor 15 Jahren (!) und sein Model S vor 10 Jahren (!) markteingeführt haben.


03/2017: Thema "Navi"

Der grosse 17"-Monitor stellt Google Maps dar, inklusive den Echtzeit-Verkehrsdaten. Die eigentliche Navi, die auch im Kombi erscheint, kommt aber (angeblich) von Navigon, und hat eigene Karten. Die berechnete Route wird wohl nur auf die Google Maps - Karte "projiziert". Hier gibt es aus meiner Sicht viel Potential nach oben. So viel, dass die Navigon-Navi aus meiner Sicht sogar annähernd unbrauchbar ist, und ich zusätzlich wieder mit meiner guten alten TomTom 5100 - Navi navigiere. Die ist für mich nach vor das Non+Ultra, was Stau-Umfahrung angelangt. Ganz im Gegenteil dazu führt einen die Navigon-Navi mit ordentlicher Quote in den nächsten Stau. Radarfallen kennt der Tesla intern auch nicht.

Tesla!? Das geht besser!

Am besten schmeisst ihr die ohnehin antiquiert wirkende Navigon-Navi raus, und verwendet nur noch Google Maps - das wäre vermutlich deutlich besser als der Ist-Zustand! Für die Abfrage der Supercharger-Verfügbarkeit - inklusive Anzahl belegter Plätze - sowie Rest-Akku-Kapazität bei Ankunft wird ohnehin eine Internet-Verbindung gebraucht.


04/2017: Je mehr Probefahrten (an sich sind's ja PROMO-Fahrten für Tesla) ich mit Freunden, Bekannten und Verwandten mache: Quasi alle sind sehr interessiert am Thema Elektromobilität, und es werden auch die richtigen Fragen gestellt zum Thema Ladezeiten, Reichweiten, Kosten, teil-autonomem Fahren und dem Alleinstellungsmerkmal "grosser Touchscreen".

Tesla ist hier momentan so viel weiter als alle anderen! Die aktuelle E-Klasse (213) kann im Bereich "Fahrassistent-Systeme" in machen Punkten ein wenig mehr als das Model S, aber die Kombi ist im Tesla einmalig! Das erkennt auch wirklich jeder und ist begeistert.

Aufgrund der Tatsache, dass ich viele, viele Stunden Tesla-Promo gemacht habe (und auch noch machen werde), habe ich immer weniger ein schlechtes Gewissen, immer mal wieder den Supercharger anzufahren, um einfach mal "nachzutanken". Letztlich kann Tesla keine bessere Werbung bekommen als durch Leute wie mich.


04/2017: Doppellader (22kW statt der serienmässigen 11kW via Typ2-Stecker) für EUR 2000.- nachrüsten? JA oder NEIN?

Nach einigem Überlegen kam ich zur Erkenntnis, dass es wohl gescheiter ist, den seit 2015 erhältlichen CHAdeMo-Adapter zu erwerben für circa EUR 500.- . Der bietet dann die Möglichkeit, an CHAdeMO-Ladepunkten (gibt's jetzt auch immer öfter an den Autobahnen) immerhin mit 50kW nachzuladen. Das klingt natürlich auch erst einmal nach sehr viel Geld für einen Adapter - nur: Wenn ich irgendwann mal in der Pampa stehe, kein Supercharger (bis zu ca. 120kW) zur Verfügung steht, ist's schon ein Unterschied, ob ich mit Ladeleistungen von 3kW (Schuko, Serie), 11kW (Typ2, Serie), 22kW (Typ2, Option) oder eben CHAdeMO (50kW, bei ALDI 18kW) nachladen kann :-)


04/2017: Von alten Freunden kommen einfach die ehrlichsten Ansagen. O-Ton JG:
"Ich hätte ja nicht die Scheiben schwarz folieren lassen, sondern den Rest." :-) good point.



04/2017: Warum Thule vor dem Öffnen des Glasdaches warnt, ist mir ein Rätsel. Das Dach lässt sich trotz komplett montiertem Grundträger einwandfrei mit genügend Luft zum Träger öffnen und schliessen.

An sich hätte man ja werben können mit: "Wir haben einen Dachträger entwickelt, bei dem die Funktion Ihres optionalen Panorama-Glasdaches weiterhin einwandfrei gewährleistet ist."

Aus Angst vor Schadenersatzprozessen wegen irgendwelcher Deppen entscheidet die Haus-Juristerei dann aber wohl lieber reinzuschreiben, dass alles kaputt geht, und verbietet die Verwendung.

Spitzen-Leistung ... !

(!) Höhe mit Fahrrad jetzt: < 2,60m (!)


04/2017: Aus der beliebten Reihe: "Dinge, die man als E-Fahrzeug-Fahrer nicht mehr hören möchte":

a) "Also, ehrlich. Irgendwie. Mir fehlt da der Sound."

b) "Aber, der ganze Strom kommt doch auch hauptsächlich aus Braunkohle ... und die erneuerbare Energie ist ja noch nicht so weit."
Hierzu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/solarenergie-gigantischer-photovoltaik-boom-prognostiziert-a-1143145.html

c) "Also, das kann mein Audi auch." Nein, kann er nicht ... !


04/2017: Historie Assistenzsysteme / (teil)autonomes Fahren:

Ich fange nicht an bei Tempomat (MB 1962?), ABS (1978, W116), ASR (W126), ESP (1995, W140) und BAS (1996, W140), sondern danach.

          Tesla Model S (mit AP1-Hardware seit 2015 und neuerer Software)
Abstandsregeltempomat Gen. I "Distronic" bei Mercedes 1999 (W220, S) Radar 30-160 km/h, später 30-180 km/h JA, 0-xxx km/h
Abstandsregeltempomat Gen. II "Distronic Plus" bei Mercedes 2005 (W221, S) Radar 0-200 km/h JA, 0-xxx km/h
Autonome Bremsung, zeitlich begrenzt "PreSafe" bei Mercedes 2009 (W212, E) Radar 0-200 km/h ? JA, 0-xxx km/h
Autonome Vollbremsung, bis zum Stillstand "Distronic Plus" bei Mercedes 2012 (W176, A) Radar 0-200 km/h ? JA, 0-xxx km/h
Staufolge-Assistent "Staufolge-Assistent" / "Stop & Go Pilot" bei Mercedes ? 2013 (W222, S) ? Radar, Kameras 0-200 km/h, W213 -210 km/h JA, 0-xxx km/h
Spurhalte-Assistent "Aktiver Spurhalte-Assistent" bei Mercedes ? 2013 (W222, S) ?
oder W212 MOPF
Radar, Kameras 0-200 km/h JA, 0-150 km/h (AP1, 04/17)
Lenk-Assistent "Fahrerassistenz-Paket (PLUS) / DRIVE PILOT" bei Mercedes 2016 (W213, E) Radar, Kameras x-130 km/h JA, 0-150 km/h (AP1, 04/17)
Spurwechsel-Assistent "Fahrerassistenz-Paket (PLUS) / DRIVE PILOT" bei Mercedes 2016 (W213, E) Radar, Kameras 80-180 km/h JA, 0-150 km/h (AP1, 04/17)
Schilder-Erkennung "Geschwindigkeitslimit-Pilot" bei Mercedes 2016 (W213, E) Kamera(s)   JA, 0-xxx km/h
Aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion / Fußgängererkennung Mercedes 2016 (W213, E) Radar, Kameras   meines Wissens NEIN
Ausweich-Lenk-Assistent Mercedes 2016 (W213, E) Radar, Kameras   meines Wissens NEIN

04/2017: Bei TESLA gewesen wegen LTE-Upgrade (553.-), Tausch Reifendruck-Sensor vorne rechts. Man hat gleich noch folgende
Prüf-/Zusatzarbeiten, die noch offen waren aus den letzten Jahren (auf Garantie/Kulanz) mitgemacht:

- Check vordere Gurtstraffer auf korrekte Installation
- Schraubensicherungslack an Schrauben der Armlehne angebracht
- Tausch der kompletten Ladebuchse
- Software-Update auf 8.1 (17.14.23) (brachte den AP1-Fahrern quasi keine Neuigkeiten)
- Und dann noch ein kleiner Kundendienst (kostenlos!) inkl. 6 km Probefahrt.

Das nenne ich mal guten Service!

Den CHAdeMo-Adapter habe auch dann auch gleich gekauft (498.-) - klingt nach viel Geld, kostet aber (s.o.) weniger als ein Viertel des Doppelladers und bringt ungleich mehr ...

Denselben habe ich auch gleich mal getestet bei ALDI Süd - funktionierte bestens, bei ALDI allerdings nur mit gut 18kW Ladeleistung.
Da kann allerdings der Adapter nichts dafür - der könnte auch mit 50kW laden!

Hier schön zu sehen im Fahrzeug (links) während des Ladevorgangs: 49A * 373V entspricht einer Leistung von circa 18.277 W.
Und diese 18kW werden in der App (rechts) so auch angezeigt.

Spannend finde ich auch, das der Tesla ziemlich exakt soviel Energie benötigt wie mein smart ED.
In der Grafik unten gilt: x-Achse x 10 = km/h, y-Achse = benötigte Leistung in kW (Ebene Strecke).
Der Break-Even wäre ungefähr bei 155 km/h erreicht, falls der smart ED leistungsfähiger wäre und nicht abgeregelt bei 125 km/h.
Ab dieser Geschwindigkeit würde er mehr verbrauchen als der Tesla (wegen deutlich ungünstigerem Luftwiderstandsbeiwert cw!)

Grundlage für meine Berechnungen war dieses hervorragende Video von Horst Lüning. Sehr sehenswert! Er vergleicht hier den
Wirkungsgrad des Tesla Model S mit einem "supersparsamen" EUR6-Passat von VW ... :-)


04/2017: Zum erstem Mal am Supercharger auf 100% voll geladen - dauert natürlich sinnlos lange (circa 2h).
Ich wollte aber sehen, wie meine theoretischen Reichweiten (normiert und typisch) aussehen. Die entsprechen den guten Werten von anderen :-)


(normiert)


(typisch)


(C) Grafik vermutlich Tesla USA, geklaut im deutschen TFF-Forum.


Wenn einem langweilig ist beim Laden, geht man halt hinter'm Supercharger eine Runde laufen.



An sich hätte es ja nach London gehen sollen. Leider nur bis Brüssel - da konnte der Tesla aber nichts dafür. Krankheit im Anflug ... 1.100 km.


Supercharger Leonberg - wird auch gerne als Frauenparkplatz verwendet.


04/2017: Bislang bekannte "Tesla-Hacks" oder "Kann man dem Fahrzeug samt Autopiloten denn überhaupt vertrauen?":

Potentiell ist jedes IT-System verwundbar, 100% Sicherheit gibt es nicht! Wer sich damit nicht anfreunden kann, und gleich kurz vor einem Herzinfarkt steht, wenn er die folgende Grafik anschaut, ist hoffentlich schon älter, damit er die flächendeckende Einführung von solchen Fahrzeugen nicht mehr erleben muss, oder kauft sich noch schnell einen Oldtimer ohne Bus-Systeme, vernetzte Steuergeräte und IT-Equipment, und fährt damit bis an sein Lebensende (also z.B. sowas oder sowas).

Folgende Grafik ist nicht versehentlich hier hereingerutscht aus einem IT-Forum. Nein, es handelt sich schematisch um das Model S von Tesla :-)


Grafik (C) Lookout-Blog 2015

Hack#1 aus Sommer 2015: (1) Veralteter Browser inkl. Lücken, (2) Unsicherer DNS-Proxy, (3) Unsicherer HTTP-Dienst, (4) X11-Start ohne Authentifizieung, (5) Firmware-Update-Möglichkeiten, (6) Unsichere Passwörter -> remote-Stop.

Hack#2 aus Herbst 2016: Hier haben es Chinesen von Keen Security Lab geschafft, Kontrolle über den CAN-Bus zu übernehmen, inklusive "remote-Bremsen" Ich interpretiere das Video so, dass durch eine Sicherheitslücke im Betriebssystem und/oder Browser ein MITM-Angriff gefahren wurde.

Hack#3 aus Winter 2016: https://promon.co/blog/tesla-cars-can-be-stolen-by-hacking-the-app/ bzw. https://www.heise.de/security/meldung/Knifflig-aber-moeglich-Sicherheitsforscher-hacken-Tesla-App-und-starten-Auto-3502300.html

Heise: "In einem Statement weist Tesla darauf hin, dass wenn ein Angreifer einem Opfer per Social Engineering eine Malware-App unterschiebt, im Grunde das komplette Smartphone inklusive anderer Apps kompromittiert ist." Korrekt!

Hinweis: Hack#3 ist "gesundheitlich unbedenklich" - da ging's um Diebstahl via Android-Handy. Wer sich mit der Materie ein klein wenig beschäftigt, weiss aber, dass dies bei den deutschen Premium-Herstellern ebenso einfach war und ist :-)

Weiterhin bezahlt Tesla für tatsächlich vorhandene Sicherheitslücken im Rahmen eines "Bug-Bounty-Programms" eine Art "Finderlohn" (100-10.000.- US$ / Lücke). Mit ist's ausserdem lieber, wenn ein IT-getriebenes Unternehmen solche Probleme mit einem OTE-(OverTheAir-) Update innerhalb weniger Tage behebt, und solche Lücken nicht - wie bei Firmen, die meinen, dass ihre Kaffee- und Waschmaschinen wegen des IoT-Wahns auch alle ans Internet müssen - eine gefühlte Ewigkeit ungefixt bleiben. Schlicht, weil Ihnen das KnowHow und die Manpower fehlt, um IT-Security-Lücken zu erkennen und zeitnah zu fixen.

Und wer zum Thema Autopiloten + Früherkennung zu denen gehört, die der Meinung sind, dass Sie das selbst alles besser können, dem sei in dieser Crash-Prediction-Compilation empfohlen, mal kurz zu Sekunde 0:54 zu springen. Da warnen die Sensoren bereits lange bevor irgendwas sichtbar wird. Kann ich aus dem Alltag nur bestätigen. "False Positives" sind vorhanden, aber sehr selten. Es gibt dort auch noch ein aktuelles Video.


04/2017: Wer mal ein (privat gedrehtes) Video aus 2013 von Elon Musk in München sehen möchte, dem sei dieses hier empfohlen. Hier bekommt man einen schönen Eindruck von ihm. Auf manchen mag der etwas unprofessionelle und holprige Auftritt verstörend und wenig vertrauensbildend wirken, ich nenne das ganze recht ehrlich und eher sehr sympathisch. Auch sehr schön und für mich jetzt schon historisch relevant, sein Kommentar zum Brennstoffzellen-Fahrzeug (er erklärt auch hinterher technisch fundiert, warum): "Oh god, it feels all so bullshit".


04/2017: Nette Geste eines VW-Autohauses in Fellbach bei Stuttgart! Hier dürfen auch markenfremde Fahrzeuge aufladen - entweder mit lustigem Typ2-Stecker am "normalen" 13A-Anschluss (230V, einphasig) -> wie Schuko zu Hause, oder aber auch (zur Zeit rund um die Uhr) mit max. 22kW am Typ2-Stecker (Kabel mitbringen!). Mangels Doppellader bei mir nur mit 11kW, aber immerhin. Werde das nicht ausnutzen - ist aber gut zu wissen, wenn's mal eng wird. Und natürlich würde ich VW-Kunden Vorrang lassen.


04/2017: Momentan verstehe ich das Thermo-Management des Model S in mancher Situation noch nicht so ganz. Circa 11°C, Losfahren. Dann kann relativ lange keine hohe Leistung abgerufen werden (verständlich, da Akku-Füllstand circa 25%), aber es kann auch nur limitiert rekuperiert werden, und das kann ich nicht nachvollziehen ... es handelt sich ja nicht um extreme Temperaturen nach unten oder oben, und der Akku ist von "voll" weit entfernt. Mein smartED würde in selbiger Situation schauen, dass er maximal rekuperiert. Tesla wird sich sicherlich was dabei gedacht haben, nur WAS? (untere, gelbe gestrichelte Linie). // Nachtrag: Es geht wohl in der Tat um's Thermo-Management der Batterie, um diese zu schützen. Gut so!


04/2017: Eine der richtig guten Bäckereien in Stuttgart hat wohl auch einen exquisiten Fahrzeug-Geschmack ;-) :


04/2017: Grandios. Tesla kündigt an, die Anzahl der Supercharger bis Ende 2017 (also innerhalb weniger als 9 Monaten) zu verdoppeln! Dort scheint man wirklich zur Zeit alles richtig zu machen. Hierzulande wird der schwarze Peter zwischen Energieversorgern, Politik, Kommunen und Fahrzeugherstellern hin und her geschoben - während Tesla einfach macht und Fakten schafft.


Stand 04/2017: rot = in Betrieb, grau = geplant bis Ende 2017. Wir reden von "Superchargern" mit > 100kW Leistung !!


offen : Wartungspaket, Folierung?, Rückzahlung M3-Anzahlung


Der kleine Abschnitt ab hier betrifft mein ursprünglich mal in 03 oder 04/2016 vorbestelltes Tesla
Model 3, welches ich dann in 03/2017 storniert habe zugunsten eines gebrauchten Model S85

Tesla Model 3 (2018)

Stand der Dinge (03/2016):

Weltweit sofort circa 100.000 Kaufabsichten / Vorbestellungen (keine verbindlichen Bestellungen!) am ersten Tag. Bis 06/2016 circa 400.000.
Da mit jeder Kaufabsicht die Zahlung von US$ 1.000.- verbunden ist, spülte dies Tesla geschmeidige US$ 400 Mio. in die Kasse, und das zinslos!

0-100 km/h: < 6 sek, 215 miles / charge, autopilot hardware, 5-Sitzer, 2 Kofferräume, Supercharger-Möglichkeit


03/2016: Präsentation Model E, Start Vorbestellungen.

"For all of you here who have bought an s or an x, thank you for having payed for the model 3!" ... "the model 3 is happening because of you!"

05/2016: Beschaffung von 1,4 Milliarden US$ via Aktien, Zwischen 2018 und 2010 sollen 500.000 Model E verkauft werden.

06/2016: Supercharger für Model 3 nicht kostenlos. Batterien von/mit Panasonic - nicht Samsung.


Tesla allgemein:

05/2016: Erster tödlicher Unfall mit teil(!)-autonomem Tesla S, hier.

06/2016: SPON-Bewertung hier, mein Fazit: Wer als verantwortlicher PKW-Lenker während der Fahrt mit einem teil(!)-autonomen Fahrzeug einen Harry-Potter-Film auf dem iPad schaut, statt ständig eingriffsbereit zu sein, dem ist nicht zu helfen. Glücklicherweise fuhr der Tesla in einen LKW und nicht in eine Menschenmenge. Tesla würde ich ankreiden, dass das Marketing zu sehr auf "Auto"-Pilot abzielte, und die Verpflichtung zur ständigen Kontrolle evtl. zu wenig offensiv kommuniziert hat. Weiterhin stellt sich die Frage, warum die Radarsensoren den LKW-Trailer nicht erkannt haben.
Angeblich kursieren im Web Videos von TeslaS-Besitzern, die auf der Rückbank fuhren, und das Fahrzeug machte den Rest - ohne Worte.



"Who killed the electric car?" (C) SONY - Start mit Klick auf das Bild (Youtube), leider auf deutsch.

 


TSLA: Papa, OmiA, SK+Jungs, FF, LeonA, Betti, Claus, Mama, FTW, Patrizia, Joga, AlexF, MMayer,