Sonderschutz-/ Hochschutz-/ Höchstschutz-Fahrzeuge / "Panzer":

letztes Update: 25.09.2013



Quelle Mercedes-Benz-Prospekt G-Guard 09/2013, Bild (C) Mercedes-Benz 2013


Quelle Mercedes-Benz-Prospekt G-Guard 09/2013, Bild (C) Mercedes-Benz 2013

Im Modell-Jahrgang 2013/2014 des G-Guard fällt unter anderem auf, dass das Interieur auf die aktuelle 463er-Modell-Pflege angepasst wurde.
Weiterhin sind - siehe Fotos oben - deutlich im Vergleich zum bisherigen (siehe Bild direkt hierunter) Modell Unterschiede am verstärkten Frontscheiben-Rahmen zu erkennen. Die aktuelle Modellpflege des Guard ist komplett VR7-zertfiziert, an manchen Stellen der Verglasung bietet
sie sogar bislang undenkbaren Schutz der Klasse 10 (Schutz gegen Hartkern-/Hartmantel-Geschosse, z.B. gegen militärisches Sturmgewehr).



Quelle Mercedes-Benz-Prospekt G-Guard 11/2002, Bild (C) Mercedes-Benz 2002

Äußerlich fast nicht vom Serien-G zu unterscheiden, wartet dieser G mit diversen Spezialitäten auf. Für seinen Preis ab circa EUR 450.000.-
aufwärts bietet er einem ausgewählten Kundenkreis dann Höchstschutz der Klasse B7 mit dem G500 ab Werk - mehr geht nicht. Mit technischen Details halte ich mich hier absichtlich zurück - einige ohnehin im Internet recherchierbare Informationen gebe ich aber gerne weiter. Die äußerlichen optischen Unterschiede bei diesem Fahrzeug beschränken sich auf die deutlich höhere in Wagenfarbe lackierte Flanke unterhalb der Frontscheibe, den 16"-Sonderschutz-Felgen anstelle der ser
ienmäßigen 18"er sowie der geteilten Hecktüre, wie Sie beim 460er schon früher einmal lieferbar war, und seit Einführung des Pur / Professional beim 461er häufiger zu sehen ist. Außerdem sind die Sonderschutz-Versionen fast ausschließlich mit Schmutzfängern hinten ausgestattet, weil sie meistens im Kolonnenverkehr gefahren werden, und die Frontscheiben der nachfolgenden Fahrzeuge aufgrund ihres horrenden Preises durchaus schutzwürdig sind.

Zu den wichtigsten technischen Merkmalen des Sonderschutz-G gehören die bis zu 7cm (!) dicken Front- und Seitenscheiben aus einer mehrschichtigen, nicht splitternden Glas-Polycarbonat-Mischung, Stahl-Kevlar-Einheiten zur Verstärkung der Blechbereiche, ein verstärktes Fahrwerk, ein selbstheilender Tank (verschließt sich nach Beschuss automatisch wieder), 16"-Felgen für eine notlauf-taugliche Bereifung, sowie oftmals automatische Löschanlagen, Gegensprechanlagen, etc. Spalte insbesondere an den Türen werden über ausgeklügelte Spaltüberdeckungen ebenfalls maximal sicher gemacht.

Ein G500 der Schutzklasse B7 wiegt leer circa 3,5 to bei einem zulässigen Gesamtgewicht von circa 4,3 to. Das hohe Fahrzeug-Gewicht bedingt die Limitierung der Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h (wegen der Reifen).

Aktuell (Stand 11/2006) gibt es den G in den Sonderschutz-Klassen B6 und B7 ab Werk. Andere Hersteller von Sonderschutzversionen sind z.B. die (ehemalige) Firma Asbeck aus Bonn (B4 bis B6) oder auch AGC in Bremen (B4 bis B6) sowie Alpha Armouring aus München.


Beide Bilder (C) Asbeck Armouring, Bonn

Wer Interesse hat, findet Fahrzeuge problemlos in den gängigen Automobilbörsen im Web (z.B. bei mobile.de) - man suche einfach nach dem Kriterium "Panzer". Dort finden sich z.B. regelmäßig alte 460er mit Schutzklasse B7, welchem bei Polizei und BGS in Dienst gestellt waren (hübsch zu erkennen an den alten, geriffelten /8-Rückleuchten) sowie mancher 463er G320 aus dem europäischen Ausland in Schutzklasse B4. Weiterführende Informationen zum Thema bieten auch Wikipedia, ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2002 oder einer des Stern aus dem Jahre 2003.

Nationale Instanzen für abnahmerelevanten Prüfungen sind oftmals das Beschussamt Ulm sowie das Beschussamt Mellrichstadt.

Und zum Schluss noch ein kleine Warnung an all diejenigen, die sich jetzt gleich einen gebrauchten "Panzer" zulegen wollen - erstens wird die Zulassung zum öffentlichen Verkehrsraum nicht einfach werden, und zweitens kostet eine oben beschriebene Frontscheibe deutlich 5-stellig ;-)

Einige technische Daten (aus 2003)

G500 in B4-Panzerung: "in Vorbereitung"
G500 in B6-Panzerung: zGG 4,2 to, 5 Sitzplätze, Limit 160 km/h, Bereifung 265/70R16, Motor: Serie M113 E50
G500 in B7-Panzerung: zGG 4,3 to, 4 Sitzplätze, Limit 160 km/h, Bereifung 265/70R16, Motor: Serie M113 E50

Der G400 CDI scheint auch in Höchstschutz ab Werk angeboten worden zu sein.
Zwischenzeitlich sind auch Versionen des G55 AMG als Sonderschutz-Versionen erhältlich.


Nachfolgende einige (absichtlich verfälschte) Bilder eines aktuellen Panzers der Bundeswehr (B6 oder B7) auf Basis des W460.
Das Fahrzeug wird an einem aktuellen Brennpunkt eingesetzt.


(C) Oliver Lehmann 2007


(C) Oliver Lehmann 2007

(C) Oliver Lehmann 2007

Nachfolgend einige Bilder eines Sonderschutz - G500 ("Guard") aus 2005.


(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

 

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

(C) Oliver Lehmann 2005

Folgendes Bild aus dem Web, welches einen Sonderschutz W140 zeigt (aufgenommen 2006 (?) vermutlich im Irak oder einem anderen der vielen Krisengebiete) dokumentiert eindrucksvoll, was gepanzerte Fahrzeuge (und insbesondere solche aus dem Hause Mercedes-Benz) auszuhalten im Stande sind. Wer mehr Infos zum Bild hat (Lokation, genauer Typ Panzerung, etc.) darf sich gerne per E-Mail an mich wenden. Wer das Bild aus (C)-Gründen entfernt sehen möchte, kann dies auf selbem Wege tun.