letztes Update: 09.11.2019
 
Ja, aber ...

Für die "Ja, aber" - Kollegen habe ich mal folgende Zusammenfassung erstellt. Selbstredend immer mit Blick durch die rosarote Tesla-Brille, aber trotzdem bemüht, objektiv zu sein.

Wer ein Tesla Model S,3,X bestellen möchte, darf gerne meinen Referral-Code (Klick hier) verwenden. Damit erhalten Sie (Stand 03/2019) 1.500 km kostenloses Supercharging von Tesla. Ich darf im Gegenzug an einer Verlosung teilnehmen. DANKE :-) !

"Ja, aber Tesla ist doch bald pleite."
Nö. Da steckt schon viel zu viel fremdes (auch chinesisches) Geld ("too big to fail") drin, es sind gigantische Produktionsstätten (z.B. die Gigafactory für moderne Batterie-Produktion) sowie 500.000 Model 3 - Vorbestellungen vorhanden. Sowas wirft ein Investor nicht einfach weg. Mag aber sein, dass Tesla irgendwann mal von BYD, BAIC, Geely oder wem auch immer übernommen wird. Das wäre halb so wild. Hierzu ein nettes Zitat von Elon Musk aus diesem wunderbaren Interview mit Kara Swisher: "That Tesla's still live, is insane. INSANE!"
Hierzu auch dieser Artikel (Focus Online) (05/2019).
Hierzu auch das deutlich öfter hörbare Lob anderer Fahrzeug-Hersteller (hier: Porsche, 06/2019)

"Ja, aber jetzt kommen doch bald die "Tesla-Killer" auf den Markt."
Nö. Aus meiner Sicht sind das a) alles keine "Tesla-Killer" (weil ihnen Dinge wie Ladeinfrastruktur, Effizienz und "Haben will"-Faktoren fehlen) und
b) weil sie viel zu spät in brauchbaren Stückzahlen auf den Markt kommen werden. Tesla rollt Stand 11/2018 zumindest den amerikanischen Heimat-Markt auf, und hier merkt's keiner bzw. wird von den hiesigen Medien dumm gehalten:


US-Markt 9/2018 / (C) oder andere

Weltweiter Absatz Tesla im Vergleich zu Porsche und Jaguar Q3/2018
(C) bzw. CleanTechnica

US-Absatz Januar - September 2018 // (C) bzw. anderes dort erwähntes Vlog.
Hier darf man denke ich schon eindeutig von "Dominanz" seitens Tesla sprechen.

Weiterhin ist lesenswert dieser schöne (englischsprachige), aber aus deutschen Landen stammende Vergleich des Tesla
Model X gegen Audo E-Tron und Jaguar iPace. Kein "Tesla-Killer" weit und breit zu sehen bislang ... wohlgemerkt spielt das Model X zusätzlich
noch in einer ganz anderen Liga, was die nutzbare Grösse anbelangt.

Der Narrativ ändert sich übrigens zunehmend (seit Ende 2018) von "Tesla-Killer" zu "Tesla-Jäger". Korrekt, liebe deutsche Presselandschaft!
Anscheinend hat man gemerkt, dass da ein gewisser Vorsprung vorhanden ist.

Update 02/2019: "Audi hat den Anschluss verloren." (Süddeutsche). Dass der Georg Kacher (ja, DER von der Autobild) sich das traut, ehrt ihn!
Sehr lesenswert nicht nur für Tesla-Fans!

Update 03/2019: "Ohne Bescheissen werden wir es nicht schaffen." (Handelsblatt). WOW. Das könnte teuer werden. Hätten die damals bereits die Reissleine gezogen, und alle Kraft in vernünftige Antriebsstrategien gesteckt, wäre heute "Vorsprung durch Technik" nicht nur dümmliches und zwischenzeitlich leider auch schlicht falsches Marketing-Blabla, sondern Realität. Von guten Managern hätte ich erwartet, dass sie dies durchschauen, und rechtzeitig gegensteuern. Da sie es nicht erkannt haben, waren es offensichtlich keine guten.

"Ja, aber die Energie für deinen Strom kommt doch auch nur aus dreckiger Braunkohle ..."
Nö. Hatte ich hier in 11/2017 schonmal ausführlich dargelegt. Erstens steigt der Anteil an alternativen Energien (Sonne, Wind, Wasser) stetig,
und zweitens ist es selbst bei dreckigst erzeugtem Strom bereits heute effizienter und cleaner, elektrisch zu fahren, statt Erdöl zu verbrennen.
Das ICCT hat dies in einer aktuellen Studie (01/18, PDF) ebenfalls nachgewiesen, wie SPON in 02/18 berichtet.
1l Diesel = Energiegehalt 9,8 kWh / 1l Super95 = Energiegehalt 8,4 kWh (https://rechneronline.de/elektroauto/)
Ganz nebenbei bemerkt betrug 2018 der Anteil der alternativen Energiquellen (Energie ist nicht "erneuerbar" ...) >40%, Tendenz steigend:

Weiterhin lesenswert ist dieser wunderschöne Artikel, aus dem hervorgeht, dass der eine oder andere Journalist entweder keine Ahnung vom Thema hat, oder bezahlt(?) irgendwelchen Mumpitz behauptet, ohne den Gesamtzusammenhang zu kennen.

"Ja, aber wenn alle jetzt Elektrofahrzeuge fahren würden, würde doch der Strom nicht reichen ..."
Nö. Es fahren nämlich jetzt nicht alle sofort elektrisch, sondern wird das eine Phase von einigen Jahren der Transformation sein. Klar ist aber, dass hier endlich mal grössere Anstrengungen nötig sind, was Ladeinfrastruktur anbelangt. Hierzu auch diese wundervolle Doku des ZDF aus 01/2019 (Stuttgarter Energieversorger, also aus erster Hand berichtet ...)
Sagt übrigens auch E.on ... (SPON, 21.05.2019)
Sagt übrigens auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW ... (via Autobild 23/2019, "Bei (kaum vorstellbaren) zehn Millionen E-Autos im Jahr 2030 werde der Bruttostromverbrauch um vier bis fünf Prozent zulegen."
Sagt übrigens auch die EnBW: LINK (07/2019)

"Ja, O.K. - der Strom reicht also, aber dann brechen doch die Netze zusammen, wenn alle nachts ihr E-Auto an die Steckdose stecken!"
Nö. Die EnBW / NetzeBW hat das einfach mal dankenswerterweise getestet in Ostfildern-Ruit (quasi Stuttgart). Fazit: Gelaber. Nichts passiert, weil eben niemals alle gleichzeitig laden! Wenn alle Bundesbürger gleichzeitig ihren Föhn um 02:30 Uhr einstecken würden, gäbe es übrigens auch einen Blackout.

"Ja, aber soviel Lithium / Kobald / [beliebige(s) Metall / seltene Erde] gibt's doch gar nicht."
Doch. Hierzu ein wunderschönes Video von Horst Lüning. Und noch was Schönes hierzu.

"Ja, aber die Herstellung eines Elektroauto-Akkus produziert doch mehr co2 als mein Verbrenner sein ganzes Leben lang!"
Nö. (LINK)

"Ja, aber die Batterien müssen doch alle 80.000 km getauscht werden, und können dann noch nicht mal recycelt werden."
Nö. Man geht momentan davon aus, dass die (guten, z.B. Tesla-) Akkus allesamt eine Mio.+ km halten können.
Die erste fette Recycling-Fabrik wurde auch gerade eröffnet. In Südkorea, natürlich nicht in Bayern oder Brandenburg ...!
update 09/2019: Ohh, es geht anscheinend doch in Deutschland (Niedersachsen): https://www.duesenfeld.com
Was übrigens kaum recycelt werden kann sind die Edelmetalle, die aus den herkömmlichen Katalysatoren der Verbrenner in die Umwelt abgegeben werden. Das ist viel dramatischer als alles andere. Platin ist in der Tat knapp, kostbar und gleichzeitig gesundheitsschädlich.
Zwischenzeitlich gibt es da richtig gute Daten dazu (übrigens NICHT von Tesla, sondern von vielen Besitzern weltweit). Aus diesen geht hervor, dass die verbauten LiOn-Akku-Packs im Schnitt nach 260.000km noch eine Rest-Kapazität von 90% haben ... :-) (Quelle)
In Autobild 5/2019 schreibt ein Leser aus Freilassing: "Tesla wird zum Denkmal für in die falsche Richtung geleitete Entwicklungshistorie werden. Mit dem Elektroschrott schaffen wir uns noch kaum lösbare Entsorgungsprobleme wie bei der Atomenergie." Entweder will man aus der bayerischen Provinz schlicht nur provozieren, oder man hat keine Ahnung von nichts. Ich tippe auf eine Mischung aus beidem.

"Ja, aber wenn der Akku einmal brennt, dann müssen doch alle im Umkreis von [beliebige m] sofort sterben, weil alles explodiert."
Brennende Lithium-Akkus sind in der Tat nicht einfach so zu löschen. Es wird von Fällen berichtet, wo sich Akkus von Elektrofahrzeugen teilweise sogar nach Tagen erneut entzünden, wenn nicht dauerhaft durch die Feuerwehr gekühlt. Diese geht nun wohl vermehrt dazu über, die zunächst anscheinend "gelöschten" Fahrzeuge vollständig in Container zu verfrachten, und diese mit Wasser zu fluten. Brennende, fossil angetriebene Fahrzeuge sind allerdings auch kein Spass. Die Medien stürzen sich eben gerne auf alles, was neu ist. Jeder E-Fahrzeug-Brand schafft es auf die Seiten 1-3; dass aber pro Jahr tausende von Verbrennern in Flammen aufgehen, das wird maximal als Randnotiz festgehalten ...

"Ja, aber was ist, wenn Tesla die Supercharger einfach abschaltet?"
Die schalten die Supercharger nicht ab. Es handelt sich um das weltweit einzige Schnell-Ladenetz dieser Art.
Hiernach würde sich der Mitbewerb die Finger lecken, wenn solch ein Ladenetz mal aus Insolvenzgründen zum Verkauf stünde. Stand 06/2018 betreibt Tesla weltweit >10.000 Ladesäulen, die meisten davon mit knapp 120kW Leistung (bzw. teilen sich zwei diese Leistung im Ausnahmefall, sofern beide belegt sind. Dann bekommt der Zweite nur den Rest, den der Erste nicht benötigt.), viele mit bis zu 150kW Ladeleistung und wenige (in den USA) mit bis zu 250kW Ladeleistung(!, Model3). Zum Thema "Ladeinfrastruktur" kann ich auch jedem englischsprachiger Zweifler folgendes Video (1910-2010) empfehlen - von einem der besten Tesla-Kanäle aus den USA (now you know). Geschichte wiederholt sich eben eindrucksvoll!
update 11/01/2019: 12.011 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 24/02/2019: 12.888 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 12/06/2019: 13.344 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 07/08/2019: 14.081 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 19/10/2019: 14.497 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)

"Ja, aber die verdienen mit ihren Superchargern doch kein Geld!"
In den ersten Jahren war Supercharging quasi für alle Model S und X - Fahrzeuge (lebenslang auch bei mehrfachem Wiederverkauf) frei - als Anreiz für diese neue Idee der Mobilität. Ab circa Anfang 2017 wurde das bei Model S und X limitiert auf den Erstbesitzer. Alle Model 3 - Fahrer definitiv und voraussichtlich auch die S- und X-Fahrer werden ab Bestellung 02/2018 ebenfalls bezahlen müssen - Stand 2018 im Schnitt EUR 0,34/Minute (bei Ladeleistung > 60 kW) sowie EUR 0,17/Minute (bei Ladeleistung <= 60 kW), // update 02/2018: S und X weiterhin "free supercharging" - fähig.
Update 09/2018: Free Supercharging endgültig (bzw. vorläufig endgültig) abgeschafft. Auch neue Model S und X bekommen kein Free Supercharging mehr - weder "auf's Fahrzeug" noch "auf den Erstbesitzer". Quelle + free-supercharging-Code. Update 10/2018: Zur Zeit bekommen (zumindest in den USA) alle bei Weiterempfehlung 6 Monate "Free Supercharging" - S,X und auch Model 3.
Update 11/2018: "Free Supercharging" gehört nun endgültig in die Geschichtsbücher (ausser für die, die das noch mitgekauft hatten).
Nö. Doch nicht. Siehe Update unten! ...
Stand 02/2019 kostet die kWh Energie am Supercharger z.B. in
Deutschland: EUR 0,40 / Minute (>60 kW) // EUR 0,20 / Minute (<60 kW)
Österreich: EUR 0,28 / Minute
Schweiz: CHF 0,30 / Minute
Stand 08/2019: Bei neu gekauften Model S und X gibt Tesla im Moment mal wieder SC-free für den Erstbesitzer dazu... !
Stand 08/2019 kostet die kWh Energie am Supercharger z.B. in
Deutschland: EUR 0,33 / Minute
Österreich: EUR 0,28 / Minute
Schweiz: CHF 0,30 / Minute

Also KEINE ABZOCKE wie bei manch deutschem Betreiber, wo gerne mal knapp EUR 1.- / kWh. berechnet werden bei adhoc-FastCharging ohne vernünftigen Vertrag oder Ladekarte-Spielchen der diversen Anbieter.

"Ja, aber die Dinger will doch nach ein paar Jahren gebraucht keiner mehr!"
LOL. (LINK)

"Ja, aber die deutschen E-Fahrzeuge werden doch mit bis zu 350 kW statt nur mit 120 kW Leistung geladen." (Quelle)
Das will ich erst mal sehen (technisch + kostenseitig). Vor allem will ich erst mal sehen, wie sich das auf die Langlebigkeit der Akkupacks auswirkt. Vielleicht will man mir dann auch nur alle 2-3 Jahre neue Akkus verkaufen. Tesla limitiert aktuell bei extensiver Supercharger-Nutzung (nach circa 60.000 km reinem Supercharging) nicht umsonst die maximale Ladeleistung auf 90 kW.

"Ja, aber die Tesla-Qualität ist doch viel schlechter als die der deutschen Hersteller."
Ich würde die Tesla-Qualität schon als sehr gut bezeichnen, vielleicht (noch) nicht ganz auf dem Niveau von Audi, BMW, Mercedes, Porsche, etc.
Das Interieur kommt (angeblich) vom selben deutschen Zulieferer, der seit Jahrzehnten auch BMW und alle anderen namhaften deutschen Hersteller beliefert. (Link), Danke an Horst Lüning für diese Aufklärung. Viele Komponenten aller Teslas stammen übrigens von deutschen Zulieferern.
(Conti, Bosch, Recaro, Mercedes, Dräxlmaier, ...)
90% der Dummschwätzer in diversen Foren oder sonstwo haben vermutlich noch nie einen Tesla von innen gesehen/gefühlt, geschweige denn sind sie jemals einen gefahren. Die allerersten Model S (vor 2015) waren in der Tat so "la la" - insbesondere die Bestuhlung - ab dann gibt's jedoch nichts mehr zu meckern. Dem Spaltmass-Fetisch vieler Deutscher kann ich leider auch nichts abgewinnen. Ich würde Tesla(s) auch fahren, wenn 2 cm-Spalte vorhanden wären, und es minimal reinziehen würde.

"Ja, aber Tesla kriegt doch die Massen-Produktion des Model 3 nicht auf die Reihe."
Die haben ihren allergrössten Respekt hiervor schon immer ehrlich kommuniziert.
Aktuell (01/2018) dürfte die Wochenproduktion bei circa 1.000 Model 3 liegen, Tendenz steigend. Circa 3.000 Fahrzeuge Anfang 06/2018.
5.000 Fahrzeuge / Woche dann hoffentlich irgendwann in 2018. EM kündigte meines Wissens schon mal die nächste Marke an: 7.500 / Woche.
Wer's mir nicht glaubt, glaubt vielleicht ja Bloomberg's Tesla-Tracker:


(C) Bloomberg 07/2018, Stand 09.01.2018-01.07.2018


(C) Bloomberg 06/2018, Stand 09.01.2018-10.06.2018


(C) Bloomberg 11/2018, Stand 01.09.2017-24.11.2018


(C) Bloomberg 06/2019, Stand 08.06.2019

"Ja, aber Wasserstoff (Brennstoffzelle) wäre doch eine tolle Alternative."
Nö. Aus Effizienzgründen ist das grosser Unfug. Die meiste reingesteckte Energie kommt eben beim Batterie-elektrischen Fahrzeug am Antriebsstrang an. Alles andere(!) ist weniger effizient. Ausserdem sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge hochkomplex im Vergleich und die Erzeugung und Lagerung von Wasserstoff ebenfalls kein Kinderspiel. Was auch gerne vergessen wird. Hochkomplexe Technik ist immer Sponsoring unserer Werkstätten und Hersteller. Wer das mag und bezahlen möchte: Bitte sehr. Wer simplere Antriebstechnik einsetzt, wird auch immer kostengünstiger unterwegs sein. Link: Effizienz von Brennstoffzellen und warum sie keinen Sinn machen (phys.org mit Credits für Dr. Ulf Bossel). Das Thema war an sich spätestens 2006 abgehakt, aber die deutsche Automobilindustrie wusste davon leider nichts. Fairerweise sei auf diesen Konterartikel verwiesen.
Elon Musk hatte bereits in diesem wunderschönen Video auf Nachfrage geantwortet: "Oh god, it feels all so bullshit". Bei Tesla intern wird die "Fuel Cell" bereits seit Jahren ohnehin nur noch als "Fool Cell" tituliert.
In Autobild 4/2019 schreibt ein Leser, dass er sich "grundsätzlich nicht wohl fühlen würde, wenn er zwei Gastanks (im Artikel: CNG = Erdgas!) unter dem Hintern hätte mit 200 bar Druck.". Da dann, VIEL SPASS mit Wasserstoff-Tanks bei einem vielfachen dieses Drucks (z.B. GLC F-Cell)!
update 03/2019: Endlich kehrt auch bei den deutschen "Premiumanbietern" Vernunft ein. "Dagegen gehen die Autobosse nach dpa-Informationen davon aus, dass mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos in den nächsten etwa zehn Jahren nicht marktreif sein würden." Nettere Formulierung für "Die Brennstoffzelle im PKW ist (hoffentlich) endgültig mausetot."
update 09/2019: Nach und nach scheinen es auch die deutschen Mainstream-Journalisten zu akzeptieren, dass brennstoffzellen-betriebene PKW keine gute Idee zu sein scheinen - Stichwort "Wirkungsgrad".
update 11/2019: Ich darf zitieren Herrn Diess, seines Zeichens Chef von Volkswagen (2019):

Ja, aber mir fehlt da der Sound / die Vibration / [x-beliebiger Quatsch].
Werde erwachsen, und tausche deinen kindischen Egoismus gegen eine Weichenstellung ein, die dir kommende Generationen danken werden.

"Ja, aber ich will doch nicht alle 1-2 Stunden nachladen müssen auf der Langstrecke."
Tja, da wird man sich dran gewöhnen müssen in der Anfangszeit. Alles halb so schlimm übrigens. Weiterhin werden die Ladeleistungen natürlich ebenfalls steigen in den kommenden Jahren - und damit die Ladezeiten sinken. VAG / Porsche gehen hier ja in eine interessante Richtung mit den versprochenen 350kW (im Video so ab Minute 18:30).

"Ja, aber mit den blöden Elektro-Dingern kommt man doch nicht richtig voran."
Naja, in manch anderem Land vielleicht sogar schneller als mit der Technik des letzten Jahrhunderts ...
"Tempolimits nur für Diesel und Benziner: Österreich plant Autobahn-Revolution" (Link) (Link)

"Ja, aber du kannst doch kein amerikanisches Auto kaufen - wir in Deutschland sind doch so abhängig von der Automobil-Industrie."
Das ist mir - zwischenzeitlich - völlig Wurscht. Wer die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkennt, oder dem geneigten Käufer/Interessenten jahrelang erzählt, dass das alles nicht geht, und seine Zeit damit verplempert, Kartelle zu bilden oder versucht, den Käufer mit hingetürkten Prüfstandswerten sowie Software-Betrug für dumm zu verkaufen, der ist eben draussen. Allmählich scheinen aber doch einige aufzuwachen.
Bin ich als Verbraucher (moralisch) „verpflichtet“, ein Produkt zu kaufen, welches technisch komplexer, damit anfälliger ist, deutlich mehr Service-Aufwand mit sich bringt, nur um der alten Automobil-Industrie einen „Gefallen“ zu tun, und angeblich deutsche Arbeitsplätze zu erhalten?
Klares NEIN. Jeder übertrage das mal bitte auf beliebig andere Branchen:
„Bitte kaufen sie doch den Rechner, der garantiert nach 2 Jahren kaputt ist, damit wir einen neuen verkaufen können!“ Klar …
„Ich empfehle Ihnen die Heizung, die möglichst viel Service benötigt, damit ich meine Mitarbeiter bei Ihnen regelmässig für (Ihr) Geld
beschäftigen kann!“ Klar … // In jeder anderen Branche würde mal dem Anbieter den Vogel zeigen, und das Weite suchen.
Bei Autos scheinen die Hirne (zumindest vieler Deutscher) noch(?) anders zu ticken. In diesem Zusammenhang auch noch dieser schöne Artikel aus der taz aus April 2019, welcher sich mit dem Framing des Begriffs der "Schummelsoftware" befasst. Meiner Meinung nach geht es hier nicht um "Schummeln", sondern um den glasklaren Tatbestand des Betrugs, strafbar nach §263 StGB!

"Ja, aber Tesla / Elon Musk verspricht doch dauernd Zeugs, was dann nie kommt."
Das weiss jeder, der sich mit Musk und Tesla etwas intensiver beschäftigt. Die Zeitplanung nimmt man am besten mal 1,5 bis 2,5 - dann passt's meistens. Bislang wurde aber noch alles geliefert, was versprochen wurde ... (bis auf Wechsel-Akkus). Die deutschen Premium-Hersteller haben das Problem übrigens nur deshalb nicht, weil sie nichts versprochen haben ...

"Ja, aber das kann mein Audi / BMW / [beliebiges deutsches Premium-Produkt] auch."
Nö, eben leider bislang entweder gar nicht oder jeweils nur fast so gut.

"Ja, aber Tesla hat doch betrogen bei der Elektro-Förderprämie."
Bullshit. Habe ich hier in 12/2017 erläutert.
Aktuell (18.07.2018) fordert die BAFA die Förderprämie zurück. Tesla hat sofort interveniert, und allen deutschen Kunden taggleich (!) zugesichert, die EUR 2.000.- zu tragen (in den Medien ist natürlich von EUR 4.000.- Rede, was Unfug ist - die eine Hälfte hat Tesla ja bereits getragen), und gegen den Beschluss vorzugehen. Gut so - ich nehme an, dass der Schuss der Bundesregierung nach hinten losgehen wird (Beschwerde seitens Tesla bei der EU wegen Wettbewerbsverzerrung / -Behinderung). Wir dürfen gespannt sein. Die Prämie war seinerzeit von den Lobbyisten der deutschen Automobil-Industrie willkürlich auf EUR 60.000.- netto festgelegt worden, um Tesla auszubremsen.
Update 19.07.2018: Kaum geschrieben, schon getan: "Tesla verklagt Deutschland wegen Prämienrückzahlung". Bestens.
Update 19.10.2018: Tesla hat leider Leider verloren in erster Instanz. Die BAFA hält allerdings auch die Füsse still. Keine weitere Aufforderung.

"Ja, aber nicht jeder kann sich einen Tesla leisten."
O.K. - dann gibt es aber wirklich gute, bezahlbare Alternativen wie z.B. den Hyundai Ionic, Nissan Leaf, Renault ZOE, BMW i3, Opel Ampera-E, etc.
Selbstverständlich kann man nicht von allen erwarten, dass sie hier jetzt ihren letzten EUR investieren. Die aber, die es sich leisten können, sollten die Vorreiter-Rolle einnehmen, und den Weg ebnen für alle anderen.

"Ja, aber mein aktueller EUR 6d-Diesel ist doch toll."
Nö. Der ist technologisch weitgehend durchentwickelt - da geht nicht mehr viel bis nichts. Die Verbrauchs- sowie Emissionsangaben sind weitgehend geschönt. Ausserdem ist alleine die Abgasreinigung zwischenzeitlich so komplex, dass es keine Freude mehr macht ...!
Man vergleiche die Komplexität eines aktuellen EUR6d-Diesels mit der eines batterie-elektrischen Fahrzeugs. Jeder kluge 6-Jährige kann feststellen, was auf Dauer robuster ist und deutlich weniger Probleme machen wird.
Ich werde (02/2019) darauf hingewiesen, dass der neue E220d doch geniale NOx-Werte im RDE-Test gezeigt hätte. Rettet das jetzt den Diesel? Nö. Die Werte sind in der Tat Spitze - es handelt sich aber nur ein EIN EINZIGES problematisches Thema bei den Verbrennern. Ich vertanke trotz allem immer noch kostbare Kohlenwasserstoffe, verheize wertvolle "seltene Erden" (Platin) im Kat in die Umwelt (nicht reyclebar!), habe genügend andere Emissionen wie co2 oder Feinstaub aller Art, kaufe mir hochkomplexe, wartungsintensive Systeme (Einspritzung, Abgasreinigung, etc.) ein, und, und, und ... Irgendwie scheint der Diesel nach wie vor eine faszinierende Anziehungskraft zu haben.
Blöd auch, wenn der nagelneue, supermoderne Diesel  ab 2025 nicht mal mehr ins benachbarte Strasbourg fahren darf. "Ich will ja gar nicht nach Strasbourg fahren!". Nee, aber vielleicht der, dem du in wenigen Jahren deinen tollen EUR6-Diesel verkaufen möchtest?

"Ja, aber mein aktueller EUR 6d-Benziner ist doch toll."
Nö. Leider auch nicht. Da sind die Wirkungsgrade noch schlechter als beim Diesel. Die Emissionen sind in der Tat besser - bis auf den Feinstaub bei den Direkt-Einspritzern. Dort wartet in den Schubladen der Politik und Wirtschaft bereits die nächste Sau, die durch's Dorf getrieben werden wird. Der Partikelfilter für Otto-Motore.

"Ja, aber [beliebiger deutscher Premium-Hersteller] hat doch bald auch eine tolle E-Fahrzeug-Flotte im Angebot."
Bis unsere Ankündigungs-Weltmeister eine konkurrenzfähige Modellpalette (wie z.B. Tesla) im Angebot haben, wird Tesla an die 10-15 Jahre Erfahrung und damit auch einen gewissen Vorsprung in diesem Bereich haben. Der erste Roadster kam 2008 auf den Markt, das Model S 2012, das Model X 2015. Erste vergleichbare Fahrzeuge mit guten Reichweiten von [beliebiger deutscher Premium-Hersteller] erwarte ich nicht vor 2020.
Bei smart war der electric drive (451) über 1,5 Jahre nicht bestellbar und lieferbar, weil man den im Nachfolger wohl vergessen hatte. Mercedes hat die B-Klasse electric drive Ende 2017 aus dem Programm genommen. Das sind keine Signale, die Vertrauen schaffen.

"Ja, aber wenn die Deutschen dann tolle Autos im Angebot haben, dann kaufst du doch auch wieder ein solches?"
Möglich. Aber unwahrscheinlich. Die Deutschen haben es noch immer nicht verstanden, dass Tesla Stand heute nicht nur Autos verkauft, sondern Elektromobilität (inklusive gigantischem Ladenetz).

"Ja, aber Jeremy Clarkson sagt doch, dass das ganze Elektrozeugs nicht funktioniert und langweilig ist."
Erstens war sein TopGear Tesla-Roadster-Verriss aus 2008 laut Tesla gescriptet (die konnten die Logs des Roadsters auslesen und bewerten), zweitens scheint auch er in Staffel 3 von GrandTour langsam zu verstehen, was gerade passiert.

"Ja, aber wenn ich einen wirklich schnellen Sportwagen möchte, dann geht ja wohl kein Weg am Verbrenner vorbei!"
Nö. Dann sollte man lieben zu sparen beginnen, und sowas hier vorbestellen für knappe EUR 250.000.- Da gibt's Fahrleistungen, für die man bislang mal ein Milliönchen aufwärts ausgegeben hat. Nee, warte - 1,9 s für 0-60 mph (also circa 2,0 s 0-100 km/h). Damit hat bislang auch der Bugatti Chiron ein Problem (2,4 s). Kostet auch nur schlappe EUR 2.800.000.-

"Ja, aber (m)ein Diesel hat doch viel mehr Drehmoment!"
Nö. Um einem Elektro-Fahrzeug ("Tesla") Probleme in der Beschleunigung zu bereiten mit einem Diesel, sollte man schon mit etwas aus der absoluten HighEnd-Spitzenklasse antreten (V 10TDI, V8 Biturbo, R6 Triturbo, ...) Und selbst dann ist das quasi ab 0 U/min mehr oder weniger voll vorhandene Drehmoment eines Elektro-Motors unschlagbar. Man betrachte dann noch die Komplexitäten beider Konzepte. Nun spätestens sollte jeder merken, dass die Zukunft nicht im immer komplexeren (und damit anfälligeren) Diesel steckt. Da kann man noch so viele elektrisch angetriebene Verdichter vorschalten, um das Turbo-Loch zu eliminieren. Das schreibt übrigens jemand, der früher sehr gerne OM628 im G gefahren ist!

"Ja, aber mit einem Elektrofahrzeug kann man doch nicht weit fahren, da muss man doch ständig nachladen!"
Nö. Bei den allermeisten, die sich auf dem deutschen Markt so tummeln, ist das sicherlich richtig. Da ist man abhängig von hunderten verschiedenster Anbieter (Stromanbieter, Energieversorger, Stadtwerken, sonstigen Ladepunkten, etc.). Bei Tesla aber eben nicht.
Ich zitiere mal "nibal" aus diesem SPON-Foren-Beitrag vom 01.08.2018:
"Tesla Fahrer haben keine Reichweitenangst. Wenn die deutschen Autobauer nur das Geheimnis knacken könnten, warum das so ist...
(Geheimtip: Es hat etwas mit der eigenen Ladeinfrastruktur zu tun, die VW und Co halt lieber dem Weihnachtsmann überlassen...)"

"Ja, aber die vollelektrischen, batteriebetriebenen Fahrzeuge sind doch alle so schwer!"
Korrekt. Der federleichte Akku ist leider noch nicht erfunden. Alle Teslas sind schwere Schweine - und das wird noch lange so bleiben. Ist aber auch relativ Wurscht, weil sich das durch Rekuperation wieder (teil)-ausgleicht. Gewicht ist bei Batterie-elektrischen Fahrzeugen deutlich weniger schlimm als bei Verbrennern. Dort wird kinetische Energie beim Verzögern völlig sinnlos in Wärme verbraten. Wenn ich anschaue, wie z.B. der eine oder andere Porsche Cayenne über die Autobahn geprügelt wird, um dann viele kW und damit kWh sinnlos in die Botanik abzugeben beim Bremsen, da freue ich mich, dass ich im Model S oder X mit mehr als 75 kW rekuperieren kann. Das sind übrigens keine Feigenblatt-Angaben wie bei "normalen" Herstellern, sondern habe ich über circa 35.000km ungefähr 1.800 kWh ausschliesslich durch Rekuperation zurückerhalten.

"Ja, aber ich will das einfach nicht."
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
Hier noch der Hinweis auf einen wunderschönen Youtube-Kanal eines BMW-Mitarbeiters (neuerdings Tesla-Fahrer), der völlig unaufgeregt seine
Beweggründe und Sicht der Dinge darstellt, und wie seine Kollegen und eigentlich die gesamte deutsche Automobilbranche die Entwicklungen verschlafen, ignorieren oder verleugnen.

Diese wundervolle Zusammenstellung „Tesla muss erst mal…“ entdeckte ich erst im Juni 2019. Es ist die perfekte Ergänzung zu meiner Liste.


Wer ein Tesla Model S,3,X bestellen möchte, darf gerne meinen Referral-Code (Klick hier) verwenden. Damit erhalten Sie (Stand 03/2019) 1.500 km kostenloses Supercharging von Tesla. Ich darf im Gegenzug an einer Verlosung teilnehmen. DANKE :-) !


https://sonomotors.com/de/sion/battery/
https://evannex.com/blogs/news/how-long-will-an-electric-vehicle-battery-last