Die G 400 CDI – Story:

letztes Update: 28.11.2010

     

  • Suche nach einem langen, gebrauchten G350 Turbo lang (1. und 2. Quartal 2001), Ergebnis: Alle Guten in Russland, Schrott hier bei uns

  • Sehr eingehende Auseinandersetzung mit der Fahrzeug-/ Geländetechnik durch Literaturstudium, Internet, Videos u. Probefahrten - schon vor der Kaufentscheidung.

  • Probefahrt G500, G400CDI, Entscheidung G400CDI (Motor-Charakteristik, bulliges Drehmoment, deutlich geringerer Verbrauch), 250PS, 560Nm,
    vmax 185 km/h

  • Bestellung G400CDI, bis auf wenige unwichtige Extras: Vollausstattung, Listenpreis: circa DM 170.000.- in 09/2001, avisierter Liefertermin: 02/2002

  • tatsächlicher Liefertermin: Ende Mai 2002
    (schön zelebrierte Übergabe, informativ, gute und ausführliche Einweisung ins Fahrzeug), Lob an NDL Stuttgart samt MA (namentlich Frau Susanne Schneider)

  • Thema Chiptuning: verworfen (Merkmal: Vortäuschen von falschen Common-Rail-Drücken): Pfusch!

  • sofortige Hohlraumversiegelung komplettes Fahrzeug (Dinol), Fahrzeug soll > 20 Jahre erhalten bleiben.

  • Nachrüstung schwarzer Rammschutz wegen Eintragung Brief / Schein, EU-Verbot, bei ORC, alles O.K.

  • Einbau Zusatztank 88l, damit Tankkapazität insgesamt: 96+88=184l, damit Reichweite im Schnitt: 1.150 km
    Lob an ORC (ein mal Nachbessern, Übergangsschlauch undicht), seitdem O.K.

  • Nachfrage bei MB im Herbst 2002 wegen Nachrüstbarkeit eines Kraftstoff-Filters inkl. Wasserabscheider (lieferbar seit Markt-Einführung G270CDI).
    Bis heute liegt leider kein Angebot zur Nachrüstung vor.

  • Probleme: Türe vorne links offen (12.09.2002, -> Tausch Türschloss), Getriebe-Elektronik (25.10.2002), ->Tausch Getriebe-Steuergerät, welches circa eine Woche auf sich warten lässt, Problem bis heute nicht vollständig behoben), Fensterheber vorne links (benötigt im Winter 2002/2003 mehr als eine halbe Minute) (-> Aufweiten der Türgummis, ohne Erfolg, dann auf mein betreiben Tausch des Fensterhebers komplett bei nächster Reparatur), Winter 2002/2003: Gebläse Innenraum vorn quietscht, knarzende Fond-Türen, Gummi an Hecktüre löst sich, Sperre Hinterachse bleibt nicht eingerückt (Fehler von Tag 1 an nach der Auslieferung, Zeugen vorhanden), kein TV-Empfang mehr (seit 1.8.2002), Motorhaube schließt nicht korrekt (nur einseitig, 1.10.2002), Motorhaube schließt erneut nicht richtig, wieder einseitig (Februar 2003), Fahrzeug schließt und öffnet von selbst die Zentralverriegelung (insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten mehrfach hintereinander - zu diesem Zeitpunkt keine Mobilfunk-Telefone oder andere EMV-Störquellen im Fahrzeug aktiv außer des offiziellen der MB-Freisprecheinrichtung. - nach wie vor nicht gelöst!)

  • Erfahrung Notdienst Türlenstrasse: Überfordert mit Elektronik (CAN-Bus)

  • Nachfrage, ob die gespeicherten Navigations-Ziele im COMAND-System gespeichert bleiben, auch wenn kurzzeitig die Batterie-Spannung bei Werkstatt-Aufenthalten nicht zur Verfügung steht oder Updates getätigt werden. (Antwort: JA) -  siehe auch weiter unten, falsch.

  • Mehrere Werkstatt-Aufenthalte in Niederlassung Stuttgart (Türlenstrasse), immer mit interessanten Leihfahrzeugen versüßt, Fahrzeug immer Top-sauber und innengereinigt übergeben, Lob! an mehrere MA der NDL Stuttgart (namentlich Frau Susanne Schneider, Herrn Cismazia, Herrn Carsten Basalla)

  • Zum Thema Sperren: drei Aufenthalte in NDL Türlenstrasse (Hydraulik-Test, Elektronik-Test und Tausch derselben, Tausch Kabelbaum vorne (Elektrik)) Leider ohne nennenswerten Erfolg.

  • Probefahrt mit MB-MA Türlenstrasse (circa 10km, trockene Strasse, eingelegte Sperren, ausgiebige Tests, funktional

  • Nach Verabschiedung MA nach circa 500m fällt hintere Sperre ab. (lässt sich nicht mehr einlegen bzw. bleibt nicht drin), sofortige Information an NDL Türlenstrasse, Vereinbarung neuer Termin

  • NDL Türlenstrasse ist nicht mehr in der Lage, weitere Maßnahmen durchzuführen, und verweist an NDL Hallschlag. Auch dies wird gerne von mir akzeptiert.

  • Vierter Aufenthalt: NDL Hallschlag, Ausbau Hinterachse, Diagnose "Gewaltschaden", nur aus Wettbewerbsfahrzeugen bekannt. MA Hallschlag:
    "Testen können wir die Sperren so nicht, auf der Strasse dürfen diese nicht gefahren werden!"

  • Empfehlung des kostenpflichtigen Austauschs der Hinterachse (nicht nur des Hinterachs-Differentials), da Metallspäne (Abrieb) in der Hinterachse gefunden wurden, und die Gefahr eines Unfalls ausgelöst durch blockierende Hinterachse nicht ausgeschlossen werden kann.) Ankündigung, das Fahrzeug in diesem defekten Zustand evtl. nur gegen schriftliche Erklärung (Haftungsausschluss) herauszugeben, Kostenschätzung: Hinterachse: 3.600.- EUR + Einbau, insgesamt: circa 4.500 EUR.- Bemerkung eines MB-MA: "Früher hat so eine Achse DM 2.000.- gekostet, heute EUR 3.600.-. Warum, wissen wir auch nicht ..." Anscheinend hatte auch DC Probleme bei der EUR-Umrechnung ...

  • Entscheidung, Hinterachse komplett tauschen zu lassen. Im Auftrag (schriftlich) explizit festgelegt, dass zusätzlich ein Wartungsdienst A durchzuführen , jedoch KEIN Wischwasser aufzufüllen ist.

  • Fahrzeug steht 4 Wochen und einen Tag in NDL Hallschlag (Hinterachse wird in Kassel auftrags-gefertigt, nicht sofort verfügbar), Nachbeauftragung Motorwäsche (Frühjahr naht)

  • Auch in dieser Zeit  wieder (auch durch persönliches Engagement der MA der NDL Türlenstrasse) immer mit Fahrzeugen versorgt, O.K.

  • Nach mehreren Nachfragen: Abholung Fahrzeug Ende März Status nach Abholung: Hinterachse getauscht, Garantiereparaturen durchgeführt, schlampige Wäsche außen, Innenreinigung fehlt komplett, Motorwäsche sowie Konservierung zwar durchgeführt, jedoch nicht gründlich (zwischen Kühlwasser-Schläuchen finden sich noch deutliche Dreckreste von Geländefahrten aus Sommer 2002), typische Lehrlings-Qualität zum Premium-Preis, Fazit: nächstes Mal wieder selbst am Cleanpark! verkratzte Reserverad-Abdeckung (Chrom, DM 900.- (?)), typischer Parkschaden, keine Lust wieder zu reklamieren, möchte mein Fahrzeug jetzt auch einmal selbst wieder sehen und fahren.
    Gesamte Navigationsziele aus COMAND gelöscht - anscheinend wurde ein Firmware-Update eingespielt (weder beauftragt noch gewünscht); Die Aussage, dass die Zieldaten erhalten bleiben, ist hiermit widerlegt. Ebenfalls eine Funktion, die weder Kundenfreundlich noch zweckmäßig ist. TV-Modul war früher zumindest einsatzfähig, wenn Motor lief. Diese Funktionalität wurde nun mit dem letzten Firmware-Update (weder von mir beauftragt noch gewünscht)  so konfiguriert, dass die TV-Funktion nur noch verwendet werden kann, wenn der Motor aus ist, die Zündung eingeschaltet ist. Eine klare Bevormundung des Kunden; Der Kundenwunsch, das TV-Modul grundsätzlich immer aktiviert zu lassen, ist laut NDL Stuttgart nach einer "Konzernentscheidung" nicht mehr möglich, auch dann nicht, wenn die explizite Haftungsfreistellung an MB des Kunden schriftlich vorliegt - ebenfalls eine Bevormundung des Kunden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das COMAND-System komplett getauscht wurde - eine Möglichkeit, die eingegebenen Daten auf das neue System zu übertragen, besteht laut MB nicht. Ein Witz, denn der Kunde selbst hat auch keine Möglichkeit, seine Ziele zu sichern!
    Erster Punkt "Materialeinsatz" auf Rechnung: "2l Waschmittel W", EUR 7,22 + MWSt., obwohl im Auftrag explizit KEIN Auffüllen des Wischwassers gewünscht wurde. Dass zumindest der Premium-Hersteller nicht aus zahllosen Werkstatt-Tests
    der einschlägigen Fachpresse (ams, autobild, etc.) dazulernt, ist nicht verständlich - anscheinend ist hier sehr viel Geld verdient.

  • Ankündigung des Bereichsleiters: Rechnungsbetrag (inkl. einem Kundendienst A (circa EUR 300.-) sowie zwei Glühbirnen nun nicht die vereinbarten EUR 4.500.- (+ Kundendienst selbstverständlich), sondern EUR 6.500.-, das wären dann bescheidene DM 13.000.- für eine Hinterachse inkl. Tausch am G400CDI sowie einem kleinen Kundendienst.

  • Werde die Rechnung (RE-Betrag exakt: EUR 6411,11 inkl. MWSt. = DM 12.539,04.- zunächst akzeptieren, jedoch erlaube ich mir nun, die Erfahrungen mit MB / DC an den PKW-Vorstand von Mercedes-Benz (Hubbert) sowie den Niederlassungsleiter der NDL Stuttgart (Zell) zu formulieren mit der Bitte um Stellungnahme sowie der Prüfung, ob man angesichts dieses wenig bescheidenen Kaufpreises, des Alters des Fahrzeuges sowie der geringen Laufleistung von 16.000km im Rahmen der Kulanz-Möglichkeiten eine Übernahme der entstandenen Kosten sieht.

  • Die Bemerkung eines MA der NDL Hallschlag: "Seien Sie froh, dass es nur die Hinterachse war, die Vorderachse ist noch teurer ...". Sarkasmus pur.

  • Anmerkung zu den Kosten des "kleinern" Wartungsdienstes A: Umgerechnete DM 1643,74 inkl. MWSt. für 9l Synthetiköl, einen Öl-Filter und den kleinen Check bezeichne ich als unverschämt. Ich bin gespannt auf die Kosten des B-Checks, falls ich mir das Fahrzeug bis dorthin noch leisten möchte.

  • Der Hinweis aus dem Mercedes-Forum der viermalvier.de, dass man die Hinterachse für kleines Geld hätte instand setzen können, kommt leider für diesen Fall zu spät, jedoch hätte ich eine solche Empfehlung Art seitens Ihrer Mitarbeiter erwartet, wenn sich solch eine Möglichkeit bietet. Im Rahmen der Wegwerfmentalität unserer heutigen Gesellschaft verkauft aber anscheinend auch DC lieber überteuerte Ersatzteile als einen MA einige Stunden mit der Reparatur zu beschäftigen. Schade, denn Konzepte wie das MB-ATC in Stuttgart (Mettingen) hatten kurzfristig Hoffnungen aufkeimen lassen, dass man auch bei DC umdenken würde.

  • Ich sehe nach wie vor kein Verschulden meinerseits - kann DC aber verständlicherweise das Gegenteil nicht beweisen, da nicht die gesamte Laufzeit mein Notar neben mir saß. Sehr wohl gibt es jedoch mehrere Zeugen dafür, dass die HA-Sperre von Anfang an nicht funktioniert hat. Dieses Prozedere konnten immerhin auch Vertriebs- und Technik-MA Ihres Hauses auf offiziellen Off-Road-Tagen auf DC-eigenem (Unimog-)Testgelände in Ötigheim bei Rastatt
    bereits im Sommer letzten Jahres beobachten, und mussten zugeben, dass dieses Verhalten der Sperre in keinster Weise normal ist. Vor diesem organisierten Off-Road-Event wurde kein echter Off-Road.Einsatz meinerseits gefahren, umso mehr war die Enttäuschung groß nach diesen Erfahrungen. Den stillen Vorwurf einer krassen Fehlbedienung kann ich bis heute nicht nachvollziehen, kann aber leider den Gegenbeweis nicht antreten. Grobe Fehlbedienung kann aus meiner Sicht ausgeschlossen werden.

  • Anmerkung zum Einsatz der Elektronik: Ein Fahrzeug des Modelljahres 2002 (gilt auch für 2003), welches mit Elektronik überfrachtet ist, sollte bereits konzeptionell so gestaltet sein, dass sich Sperren durch evtl. Fehlbedienung (bei zu hoher Geschwindigkeit oder zu hoher Differenz-Drehzahl zwischen den Rädern) gar nicht erst aktivieren lassen. Hier zählt das Argument nicht, dass es sich beim  G um eine jetzt mehr als 20 Jahre alte Entwicklung handelt - in allen anderen Bereichen (ABS, ASR, ESP, BAS, etc.) wurden aktuelle Elektronik-Funktionen auch mehr oder weniger erfolgreich implementiert. Vom Premium-Anbieter, welcher vom "besten  Geländewagen der Welt" spricht, darf ich in dieser Beziehung und in dieser Preisklasse mehr erwarten.

  • Stand: 07.08.2003:
    Faires Treffen mit MB-Mitarbeitern aus Stuttgart und Sindelfingen in Stuttgart-Untertürkheim, dort Test auf betriebseigenem Testgelände. Feststellung, dass die von mir beschriebenen Probleme den Tatsachen entsprechen. (Hintere Sperre fällt nach kurzer Zeit ab) -> Pneumatisch/ Hydraulisch / Elektrische Probleme. Hinterachs-Differential-Sperre wurde in der Vergangenheit mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund dieses Problems systemintern zerstört, und hat nichts mit einem so genannten "Gewaltschaden" meinerseits zu tun. Zusicherung, dass nun alles getan wird, dass der G endlich in einen komplett funktionsfähigen Zustand versetzt wird. Die "Reparatur"-Kosten aus März 2003 für den Tausch der Hinterachse sind gefordert zur Rückzahlung. Dem wird vorab als korrekt zugestimmt, wobei das "O.K." hierfür aus Berlin kommen muss. In circa zwei Wochen wird ein Werkstatt-Termin bekannt gegeben. Sämtliche "Peanuts", welche noch immer offen sind (TV, COMAND, Geräusche, etc.) werden ebenfalls behoben werden. Frist bis zum 1.10.2003 eingeräumt für die Beseitigung sämtlicher Mängel.

  • Stand: 18.09.2003:
    Abholung des Fahrzeugs in NDL Hallschlag (Stuttgart). Alle Mängel (soweit offensichtlich ersichtlich) beseitigt; Probefahrt mit Werkstatt-Meister durchgeführt (Sperren halten jetzt problemlos), Alle sonstigen Kleinigkeiten auch beseitigt, VA und HA geöffnet, um zu sehen, ob Spanbildung durch die Tests der letzten Monate -> negativ, also: alles O.K. Die Erstattung der "Reparatur"-Kosten aus März 2003 steht noch aus, ist jedoch fest zugesagt. Grund für die Probleme der HA-Sperre: Druckschalter der Hinterachse hatte einen Wackelkontakt - dieses Problem führte zu allen weiteren, da die Elektronik jeweils einen anderen Status hatte als die Elektrik bzw. der tatsächliche mechanische Stand der Sperre. Dies führte zu einem ständigen Ein- und Ausrücken der Sperre, obwohl die Sperre dauerhaft vorgewählt war.

  • Stand 08.10.2003:
    EUR 6115,46.- wurden gutgeschrieben. Somit wurde die Angelegenheit zu guter Letzt zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen.

  • Stand 17.10.2003:
    5 x Meldung: BAS / ESP gestört (3 x nach Motor-Start und 2 x mitten in Fahrt)
    Terminvereinbarung NDL Stuttgart

  • Stand 28.10.2003:
    Defekte Drehzahlfühler an Hinterachse getauscht (Gewährleistung)
    Ob dieser Defekt mit dem Tausch der Hinterachse (03/2003) und weiterer Instandsetzung derselben (9/2003) in Zusammenhang steht, bleibt offen.

  • Stand 21.04.2004:
    Keine Probleme mehr mit den Sperren seit Oktober 2003, jedoch sind diverse Kleinigkeiten wieder aufgetreten oder noch immer vorhanden:
    - TV-Empfang schlecht oder gar nicht möglich
    - Sitzheizung links vorne (nur Sitzfläche) ohne Funktion
    - scheppernde Abschirmbleche Auspuff
    - Außentemperatursensor zeigt meines Erachtens circa zwei °C zu viel an.
    - Blinker vorne, oben, beide sind gerissen im Bereich der Verschraubung (Haarrisse, keine Fremdeinwirkung, normal nach zwei Jahren ... ?)
    - Gurt Fahrersitz wieder mal verschlissen, nach 34.000km ...
    - ASSIST nervt ständig, dass irgendwelche Standlicht- / Rücklicht-Birnen defekt seien (meist vorne rechts, Standlicht sowie hinten rechts und link Rücklicht)
    - Einstellung Scheinwerfer (Abblendlicht) meiner Meinung nach viel zu tief (seit Besuch Oktober 2003)
    - Schiebedach im Hebebetrieb Fahrerseite hinten, ab circa 120 km/h dauerndes Klappern eines Kunststoffteils
    Terminvereinbarung mit MB für den 10.05.2004 zur Mängelbeseitigung innerhalb der Garantiezeit (läuft Ende Mai 2004 ab)

  • Stand 13.05.2004:
    - Abholung Fahrzeug in Niederlassung Stuttgart (Türlenstrasse)
    -> TV-Empfang O.K. (Tausch der Antenne in Stossstange)
    -> Sitzheizung links O.K. (Tausch des kompletten Bezugs Sitzfläche)
    -> Abschirmbleche befestigt
    -> Außentemperatur-Sensor getauscht
    -> Blinker-Gläser vorne, oben beide getauscht, O.K.
    -> Fahrer-Gurt getauscht, O.K.
    -> Rücklicht-Einheit hinten rechts getauscht, O.K.
    -> Scheinwerfer korrekt eingestellt, O.K.
    -> Klapperndes Teil am Schiebedach "optimiert" (ganz weg geht das wohl nicht ...), O.K.
    Das dürfte nun das letzte Mal gewesen sein, dass an meinem G Dinge auf Garantie erledigt werden seitens MB, denn diese
    läuft Ende Mai 2004 ab. Was ich ab diesem Zeitpunkt zukünftig für teures Geld machen lasse, wird noch gut zu überlegen sein.

  • Stand 21.05.2004
    - Per E-Mail fragte ich die Ndl. Stuttgart am 09.05.2004 nach dem Preis für eine Ersatz-Fernbedienung für die Standheizung nach (Webasto); ebenfalls nach der Möglichkeit, den G samt Rädern am Fahrzeug auswuchten zu lassen. Da man es dort bisher vorzog, nicht zu antworten, habe ich heute dort angerufen:
    Ergebnis: Eine kleine Funkfernbedienung (Wert meiner Meinung nach (Material) circa EUR 10.-) wird dort für scharf  kalkulierte EUR 186.- feilgeboten. Ein richtiges Schnäppchen! Ich verzichte ab sofort auf den Luxus, die Standheizung auch von der Wohnung aus zu bedienen, bzw. werde mich bei Webasto direkt erkundigen, was ein reeller Preis für diese Komponente ist.

  • Stand Anfang August 2004:
    Telefonisch möchte in der NDL Stuttgart ich in Erfahrung bringen, wie sich der nervende TA (Verkehrsfunk) innerhalb COMAND ausschalten lässt, und warte seither
    auf den versprochenen Rückruf - nervt er eben weiter (Meine Original Fahrzeug-Doku gibt keine Auskunft hierzu).

  • Stand 18.08.2004
    MB Stuttgart bietet für einen 2,25 Jahre alten G400CDI (Neupreis EUR 85.000.-) mit 36.000 km in gutem Zustand (negativ: Neid-Kratzer auf rechter Seite, gerissener Stossfänger hinten links, nicht sichtbar, minimale Geländespuren), positiv: Hohlraumversiegelung, Rammschutz, 12-fach bereift, Zusatztank 88 Liter noch gut EUR 47.000.- (inkl. ausweisbarer MWSt.) bei Inzahlungnahme zugunsten eines Neufahrzeuges G55 AMG (EUR 115.000.-). Dieser Ankaufspreis bewegt sich (noch ohne Berücksichtigung der genannten Nachrüstungen!) noch circa EUR 2.000.- UNTER Schwacke-HEK. Ein realistischer Verkaufspreis liegt ungefähr EUR 12.000.- höher. Ob ich dies als Witz oder Frechheit einstufen soll, weiß ich noch nicht, jedenfalls wird MB an mich in absehbarer Zukunft keinen Neuwagen mehr verkaufen. Die gleichzeitig bei Schwacke online in Auftrag gegebene Fahrzeug-Bewertung ergab einen Händler-EK von brutto EUR 49.200,. sowie einen Händler-VK von brutto EUR 59.150.-, wohlgemerkt OHNE Berücksichtigung sämtlicher Zusätze, welche das Fahrzeug um einige Tausend EUR aufwerten.

  • Stand 10/2004:
    MB Niederlassung Stuttgart schneidet in auto-motor-sport September mit "Schlechtester im Werkstatt-Test" ab.
    MB Niederlassung Ulm/Memmingen zeigt sich interessierter als die Stuttgarter, mir einen G55 verkaufen zu wollen. Man schafft es allerdings innerhalb von sechs Wochen nicht, mir - auch nach dreimaliger Nachfrage - ein Angebot zukommen zu lassen. Perfekte Vertriebsorganisation sieht wohl anders aus. Werde mein Geld nun in andere Dinge als in Fahrzeuge von MB investieren.

  • Stand 12/2004:
    G ist wegen verlorenem Zündschlüssel bei MB Ndl. Stuttgart (Türlenstrasse). Neuer Schlüssel, Sperren des alten sowie Einlernen zweier Funkfernbedienungen der Standheizung: EUR 215.-, Dauer: 1 Tag - soweit O.K. Ein Ersatzfahrzeug für die Dauer des Aufenthaltes wird nicht angeboten.

  • Stand 01/2005:
    Der G funktioniert mehrere Wochen ohne Probleme und macht richtig Spaß durch seine Zuverlässigkeit im Winter!

  • Stand 14.02.2005:
    Ndl. Stuttgart / Hallschlag: Fahrzeug-Abgabe zum Assyst-B (bei 41.000km), zusätzlich beauftragt: Türschließer hinten links defekt (vermutlich Gestänge ausgehängt)
    Anruf vom Meister: Antrieb (E-Motor) des Fensterhebers sei auch defekt. Ich stimme einem Austausch auf zunächst meine Kosten zu, bitte  jedoch um Stellung eines Kulanzantrages (Fahrzeug: 2,75 Jahre, 41.000km, Fensterheber hi li keine 100 Mal verwendet ...) Zeitgleich weise ich darauf hin, dass der Fensterheber-Antrieb vo li auch bereits während der Garantiezeit getauscht werden musste, und wohl eher ein grundsätzliches Qualitätsproblem oder Zuliefer-Problem existieren muss. Ein Hitzeleitblech (Nähe Auspuff) scheppert und muss ersetzt werden. Ich beauftrage auch dies (evtl. eine Geländesünde meinerseits).
    Ein Leihfahrzeug wird selbstverständlich (wie in Stuttgart üblich) nicht angeboten.

  • Stand 15.02.2005:
    Fahrzeug wird vom Meister als abholbereit telefonisch angekündigt. Mir wird angekündigt, dass die ganze Geschichte so circa 1.500.- EUR kosten wird. Ich teile mit, dass ich keinen Gebrauchtwagen erwerben wollte, sondern einen Kundendienst in Auftrag gegeben hatte. Bin bei -2° Außentemperatur gegen 21:00 vor Ort und möchte meinen G wieder mitnehmen. km-Stand derselbe +1km wie bei Abgabe des Fahrzeuges -> keine Probefahrt durchgeführt! Türschließung hi li ein mal normal von innen betätigt, keine Funktion -> Gestänge anscheinend wieder ausgehängt. Beschließe, diesen Murks so nicht zu akzeptieren und lasse den G stehen. Wieder eine Stunde verplempert.
    Ein Leihfahrzeug wird selbstverständlich wieder keines angeboten (vermutlich muss man Maybach-Kunde sein, dass man wenigstens einen smart angeboten bekommt).

  • Stand 16.02.2005:
    Fahrzeug nach Anruf abgeholt - Probefahrt wurde nun durchgeführt, Türschließung hinten links funktionsfähig. Bis jetzt keine Info bzgl. des Kulanzantrages.

  • Stand 19.02.2005:
    Rechnung über EUR 1.441,25 erhalten. Kein Wort bzgl. des Kulanzantrages.

  • Stand 26.02.2005:
    Rechnung vollständig bezahlt. Anfrage per Brief an MB wegen Stand zu Thema "Kulanzantrag".

  • Stand 02.03.2005:
    Niederlassung Stuttgart teilt mit, dass der Kulanzantrag von DC Berlin ohne Angabe von Gründen abgelehnt wurde.
    Man ist bereit, die Kosten des Fensterheber-Motors intern in Stuttgart zu übernehmen - Nicht viel Geld (EUR 89,37.- plus MWSt.), aber eine Geste
    - Danke hierfür an Herrn Helmi!

  • Stand 02.05.2005:
    Mercedes erzielt mit drei W211 (E-Klasse, E320CDI)) 19 Rekorde und 3 Weltrekorde bei Dauerlauf-Fahrten in Laredo (Texas).
    http://www.auto-motor-und-sport.de/d/82119

  • Stand 04.05.2005:
    Vorglüh-Anzeige im Kombi auch nach mehreren Minuten nach Motorstart noch aktiv. Sorge, dass hier tatsächlich noch vorgeglüht wird, und es mir in kürzester Zeit die Batterie leer zieht. Mehrere Versuche, durch Zündung aus / Neustart Problem zu beheben. Tel. Nachfrage bei Ndl. Stuttgart, mit der Bitte um Info, was dies sein kann. Biete an, kurz vorbeizuschauen (18:30). Werkstatt wird als bis 20:00 Uhr offen beworben. Rückruf erfolgt wie vereinbart sehr rasch (10min), ich teile mit, dass in der Fahrzeug-Doku nichts dazu steht. Man teilt mir mit, dass man "dieses Problem noch nie hatte", und somit auch nichts dazu sagen könne. Mein Angebot, noch kurz vorbeizuschauen, stößt auf wenig Gegenliebe. Es wird mir mitgeteilt, dass man heute (1,5h vor Schließung der Werkstatt!) keine Zeit mehr hätte. Dies könne dann der Notdienst machen. Ich frage, was dies kostet, da sich das Fahrzeug nicht mehr innerhalb der Garantie befindet. Die erste Stunde sei "etwas teurer, so um die EUR 150.-, dann der normale Stundensatz". Na, bei einem solchen Schnäppchen fährt man gerne mal vorbei ... nach dem nächsten Anlass-Versuch (zwischenzeitlich 30min geparkt) alles wieder O.K. Wieder einmal ein beruhigendes Gefühl, ein Premium-Fahrzeug mit Stern bewegen zu dürfen.

  • Stand 09.05.2005:
    TÜV-/AU-Termin bei MB Ndl. Stuttgart / Hallschlag. Alles bestens. Ohne Mängel durch AU und TÜV, Fahrzeug frisch gewaschen abholbereit, alle Terminzusagen eingehalten. Perfekt.

  • Stand 03.06.2005:
    Rechnung für TÜV/AU-Termin kommt. Keine Gutschrift verrechnet wie im März versprochen. Man will sich drum kümmern. RE wird vorerst nicht bezahlt. Es ist vereinbart, dass keine Mahnung rausgeht.

  • Stand 10.06.2005:
    Gutschrift trifft ein - verrechnet und sofort bezahlt.

  • Stand 14.06.2005:
    Eine Mahnung für die angeblich nicht bezahlte Rechnung aus März 2005 trudelt ein - ohne Worte.

  • 02.07.2005:
    Bei Autobahnfahrt lässt sich der Beifahrersitz (vorn) nur noch nach vorne verschieben, egal ob der Bedienknopf nach vorne oder hinten geschoben wird. Nur ein Abschalten der Zündung und erneutes Starten behebt diesen Fehler. Wir danken dem Erfinden des CAN-Busses.
    Der Fehler tritt immer wieder auf.

  • 09.07.2005:
    Möchte gerne einen KFZ-Anhänger mit dem G ziehen - muss leider ausfallen, weil die Dose keine elektrischen  Signale (Bremse, Licht, Blinker) an den Hänger weitergibt. Nun wird der Hänger zwangsläufig mit einem Vito gezogen.

  • 30.07.2005: Habe genug - Fahrzeug verkauft.


Reaktionen auf diese Seite (nur die Highlights - einzelne Mails nach dem Motto "Klasse-Seite" oder "so ging's mir auch" werden nicht berücksichtigt.

Auszug aus dem viermalvier.de-Mercedes-Forum:

Kristina
#200205 - 16.02.2005 05:56

@ Oli

Wir haben Deinen langen Bericht auf deiner HP aufmerksam gelesen und sind schon sehr „beeindruckt“ !!!
Ich habe lange überlegt hierauf etwas unpopuläres zu schreiben aber nach deinen neuerlichen Erlebnissen kann ich mich nicht mehr halten…
Ich finde es schade eine ganze Gattung Mensch (DC-Mitarbeiter) zu der ich mich auch zähle in den Schmutz zu ziehen! Es ist sicher so dass es Ausnahmen gibt aber im Allgemeinen wird z.B. in unserer DC-NDL jeder Kunde zuvorkommend und korrekt bedient. Dass z.B. niemand „über den Tisch gezogen“ wird ist selbstverständlich und es gibt Abkommen mit Autovermietern die Leihwagen für Garantiefälle sogar für den Kunden gratis zur Verfügung stellen. Was hätte der Annahmemeister davon ihn Dir nicht anzubieten. ER wird schließlich mittlerweile auch nach Kundenzufriedenheit bewertet und letztlich auch bezahlt und nicht etwa danach wie viele Kunden er vergrault hat.
Wie auch „HANS“ aus Bayern schon mal irgendwo schrieb soll man den alten Grundsatz nicht vergessen „wie man in den Wald hereinruft, so schallt es heraus“, - wer einen Meister z.B. nur anmeckert der kann halt schon mal dienst nach Vorschrift „ernten“. Grundsätzlich sind aber bei uns und ich denke das gilt für die meisten echten DC-NDL die Kunden das höchste Gut und ich reiße mir förmlich jeden Tag den Ars… dafür auf es jedem recht zu machen!!!

Eine Frage an die Statistiker:

Wie viele G-Fahrer mit recht neuen Autos evtl. mit Garantie gibt es in Deutschland und wie viele unzufriedene schreiben hier??? Mal ehrlich, - wer zufrieden ist oder gar begeistert der wird sich nur selten hinsetzen und hier schreiben!!!

Ich verkaufe zwar nur Fzg. mit dem Stern aber weh tut´s trotzdem wie hier geschimpft wird. Manchmal hilft reden mit den Betroffenen auch schon etwas…

Wer mir was zu sagen hat kann mich anmailen, - ich helfe auch gerne mit Rat und Tat

***

Oli
#200216 - 16.02.2005 07:58

"Ich finde es schade eine ganze Gattung Mensch (DC-Mitarbeiter) zu der ich mich auch zähle in den Schmutz zu ziehen!"

@Kristina:
Wenn ihr (du) meinen Bericht aufmerksam gelesen hättet, und nichts hineininterpretiert hättet, was dort nicht geschrieben steht, würdest du nicht zu solch einer Aussage kommen. Ich ziehe in keinster Weise "eine ganze Gattung Mensch" in den Dreck, sondern beschreibe lediglich MEINE Erfahrungen innerhalb der Niederlassung Stuttgart. Nicht mehr und nicht weniger. Dies versuche ich (trotz zugegebenermaßen oftmals emotional angespannter Situation) objektiv zu tun - ich habe NIE einzelne Mitarbeiter - wenn was schief lief - namentlich genannt (zum Schutz derselben), habe mir aber erlaubt, Einzelne namentlich zu nennen, wenn mal was positiv lief. Was ist daran auszusetzen? Fairer geht's wohl kaum.

Alle von mir dargestellten Situationen sind exakt so vorgefallen, und werden 1:1 wiedergegeben. Ich muss in keinem Punkt ein schlechtes Gewissen haben, übertrieben zu haben.

"Es ist sicher so dass es Ausnahmen gibt aber im Allgemeinen wird z.B. in unserer DC-NDL jeder Kunde zuvorkommend und korrekt bedient."

Ich habe mich nie darüber beschwert, dass ich nicht korrekt behandelt wurde, lediglich wurden Dinge entweder schlampig ausgeführt (technisch) oder wurden Dinge, die ich als Premium-Kunde erwarten darf (z.B. einen Leihwagen zähle ich dazu), einfach nicht angeboten. Nicht mehr und nicht weniger schreibe ich.

"Was hätte der Annahmemeister davon ihn Dir nicht anzubieten."

Weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht - er hat es schlichtweg nicht getan. Professionelle Kundenbetreuung sieht anders aus! Wenn ich dann als dummer Kunde noch feststellen muss, dass nach einer großen Inspektion KEINE Probefahrt durchgeführt wurde, erfüllt dies nüchtern mit juristischer Brille betrachtet den Tatbestand des Betrugs (weil Dinge berechnet wurden, die nicht erfüllt wurden), da dies auch kein Einzelfall zu sein scheint. Ich empfehle als als Lektüre in diesem Zusammenhang den ams-Werkstättentest aus Ende 2004: Ndl. Stuttgart (schlechtester im Test).

"ER wird schließlich mittlerweile auch nach Kundenzufriedenheit bewertet und letztlich auch bezahlt und nicht etwa danach wie viele Kunden er vergrault hat."

Korrekt - vielleicht solltest du es ihm mal sagen: FON Ndl. Stuttgart: 0711/2590-0

"Wie auch „HANS“ aus Bayern schon mal irgendwo schrieb soll man den alten Grundsatz nicht vergessen „wie man in den Wald hereinruft, so schallt es heraus“"

Korrekt. Ich bin da mit Hans auf einer Wellenlänge, da darfst du sicher sein - wir stehen in regelmäßigem Kontakt. :-)

"wer einen Meister z.B. nur anmeckert der kann halt schon mal dienst nach Vorschrift „ernten“."

Korrekt - ich habe noch nie einen Meister angemeckert. Unterstelle mir also bitte keine Dinge, die nicht der Wahrheit entsprechen. Ich pflege zum einen oder anderen Meister persönlich recht gute Kontakte.

"Grundsätzlich sind aber bei uns und ich denke das gilt für die meisten echten DC-NDL die Kunden das höchste Gut und ich reiße mir förmlich jeden Tag den Ars… dafür auf es jedem recht zu machen!!!"

Schön. Ich habe mich vertrieblich bisher auch nicht schlecht aufgehoben gefühlt - hättest du meinem Bericht entnehmen können, wenn du alles gelesen hättest.

"Wie viele G-Fahrer mit recht neuen Autos evtl. mit Garantie gibt es in Deutschland und wie viele unzufriedene schreiben hier??? Mal ehrlich, - wer zufrieden ist oder gar begeistert der wird sich nur selten hinsetzen und hier schreiben!!!"

Klar - das ist nun mal der Segen und die Krux des Internet - gemeckert wird schnell, gelobt wenig. Du wirst meinen Zeilen jedoch auch positives entlocken können, wenn du diese objektiv liest.

"Ich verkaufe zwar nur Fzg. mit dem Stern aber weh tut´s trotzdem wie hier geschimpft wird."

Ich habe viel geredet und viel geschrieben - bisher hat es nicht geholfen.

So, nun noch zum allgemeinen Part:

Liebe Kristina,

du darfst ganz sicher sein, dass ich niemand bin, der MB etwas Böses will. Wir sind hier ganz nüchtern betrachtet ohne jede Emotion im Mittleren Neckarraum so abhängig vom "Daimler", dass es fatal wäre, wenn es MB eines Tages nicht mehr gut ginge. Aber genau dies sehe ich in der Entwicklung der letzten circa 10 Jahre auf euer Unternehmen zukommen. Glaube mir, ich bin sehr nahe an MB dran (in manchen Bereichen vielleicht sogar näher dran als du, obwohl ich dort nicht meine Brötchen verdiene).

Seit fühester Jugend blicke ich durch die MB-Brille, habe mir in der Zwischenzeit eine nette kleine Sammlung (in erster Linie 126er) Fahrzeuge aufgebaut, welche den Stern noch verdient haben.

WACH MAL AUF(!) und höre dich ein der Szene um!

Ich bin doch nicht der einzige, der diese Erfahrungen macht. Ihr könnt euch vertrieblich noch so abstrampeln - wenn das Produkt nicht mehr passt, habt ihr in spätestens 5 Jahren dasselbe Problem, das andere "Premium"-Marken heute bereits haben, und ihr könnt nur noch über den Preis verkaufen. Das wollt ihr nicht, viele andere und ich auch nicht. Der Mythos Mercedes bröckelt langsam aber sicher weg, wenn euer Herr Cordes nicht ganz schnell eine Handbremswende zum Thema durchgängige Qualitätssicherung durchführt.

Ich empfehle den Zweiflern die Lektüre der http://www.w211.de (Unter my car / Werkstatt-Bericht).
Ich bin weiterhin im 126-Club tätig, und meine engen Kontakte zu vielen MB-Mitarbeitern aus dem technischen Bereich (auch Entwicklung) bestätigen leider meine Eindrücke.

Mir tut es in der Seele weh, weil ich live mitbekommen muss, was aus dem einstigen Vorzeigeunternehmen MB durch Globalisierung und dem Wahn nach Shareholder-Value in den letzten Jahren geworden ist - ihr lebt momentan nur noch vom Design eurer Fahrzeuge sowie dem Image der letzten 100 Jahre. Wie lange dies noch gut geht, wird MB meines Erachtens in spätestens 5-10 Jahren ganz deutlich zu spüren bekommen.
Hör mal genau hin, was euer Herr Schrempp auf der Bilanz-Presse-Konferenz in der letzten Woche mitgeteilt hat: Man bittet um Verständis dafür, dass es bei MB gerade nicht so toll läuft und dass viel Geld benötigt wird, um eine Qualitäts-Offensive zu starten. Ist bei euch noch nicht angekommen? Schade.

Mein Erfahrungs-Bericht und meine diversen Briefe an den ehemaligen Vorstand Prof. Hubbert sollen dazu beitragen, deinen Arbeitgeber mit berechtigter Kundenkritik wieder "auf Kurs" zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger.
Geh mal auf euren Meetings auf Techniker zu und spreche sie im stillen Kämmerlein auf die wirklichen Probleme an (oder geh einfach nach nebenan in eure Werkstatt und such dir den ersten Meister raus, den du triffst). Du wirst danach als Vertrieblerin jedoch nicht mehr gut schlafen können.

Ozymandias hat es schön ausgedrückt:
"Scheinbar kochen die aber auch nur mit Wasser, allerdings zum nouvelle cuisine Preis."
Das Wasser bei MB scheint momentan lauwarm zu sein. Hoffen wir, dass es bald wieder kocht.

So long,
Oli

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In diesem Zusammenhang passt sehr gut der am 07.03.2005 auf Spiegel-Online veröffentlichte Artikel "Schlappe für Mercedes auf dem US-Markt":
Die US-Amerikaner halten die Mercedes E-Klasse für den unzuverlässigsten Pkw. Die besten Noten geben sie dem Hyundai Sonata …


Und weil hier nicht nur Hiobsbotschaften verbreitet werden sollen, sondern das Medium von mir als ein objektives angesehen wird:
Im Auto-Motor-Sport-Gesamtergebnis Händlertest 2009 belegt Mercedes-Benz Platz 1 – BRAVO! Es geht wieder bergauf. (Heft 21/2009)

Ein vergleichbar gutes Ergebnis erzielte Mercedes-Benz im ADAC-Werkstättentest (Zusammenfassung in Heft 10/2009). Alle Betriebe haben mit (++) abgeschlossen.
Besser geht's nicht. MB insgesamt auf dem ersten Platz vor Audi und Seat. Glückwunsch!


(Teil-Scan Mercedes-Werbung aus ADAC-Motorwelt 12/2009)